Blogschnipsel

#BLOGSCHNIPSEL Gewohnheiten verändern sich mit unseren Kindern und ihren Bedürfnissen. Jede Gewohnheit hat einen Grund. Auch die weniger schönen. Alles was es braucht, ist oftmals Vertrauen und Zeit. Und manchmal vielleicht noch ein kleines Umdenken: Eine Lösung, die nicht an der Gewohnheit, sondern an ihrem Ursprung ansetzt. Das hat mir Nana gerade wieder gezeigt. Seit über einem halben Jahr schlief Nana im Wohnzimmer auf der Couch oder dem Boden ein. Das fing an, ungefähr zu der Zeit, als wir ihr Gitterbett umbauten und eigentlich planten, dass einer von uns sie in ihrem Bett Einschlafbegleitet. Stattdessen stand sie immer wieder beharrlich auf, und stiefelte ins Wohnzimmer. Dort wollte sie dann meistens zum Einschlafen fernsehen. Das fanden wir anfangs nicht so richtig optimal, lenkten um auf Bücher und Spielen im Kinderzimmer und Coregulierten hier und da, aber Nana zeigte uns ihren starken Willen. Auf jeden Fall wollte sie im Wohnzimmer einschlafen. Wir hatten das mittlerweile akzeptiert, und um ehrlich zu sein, machte es mir auch nichts mehr aus. – Aber Zugegeben: So wirklich ideal fand ich das Einschlafen mit dem Fernseher trotzdem nicht. Was mir blieb: Vertrauen. Und dieses Vertrauen zahlt sich gerade aus, mitsamt einem dicken AHA Effekt. Mein Kind schläft seit ein paar Tagen im Familienbett ein. Einfach so. Sie kuschelt sich dort mit uns und ihren Kuschelbären hin, hüpft noch eine Runde auf dem Bett oder puzzelt etwas auf dem Tablet, und dann legt sie es weg, legt sich hin, sagt uns (Einge dutzende Male) „Gute Nacht“ und schläft ein. Das macht für uns die Einschlafbegleitung wieder echter: Vorher verlief das mehr nebenher, saßen wir ja sowieso alle im Wohnzimmer. Irgendwann kam Nana eben auf die Couch, kuschelte sich an und schlief. Nun liegen wir mit unserem Kind im Familienbett. Totale Entschleunigung am Abend! Kuscheln. Familienzeit. Das nimmt mir eine halbe Stunde bis Stunde Lernzeit, aber es gibt mir soviel anderes zurück, und ich finde es tausendfach schöner so: back to the roots.  Nana wacht auch nachts seltener auf. Sonst wurde sie immer einmal wach, rief nach uns, wollte in unser Bett. Ich denke, was Nana gefehlt hat, war genau das: Das Familienbett. Das richtig echte Familienbett – und nicht mehr nur als Gast in der zweiten Nachthälfte rüber kommen. Die Sicherheit dort bei uns zu schlafen, und nicht in ihrem Zimmer, hat den fehlenden Anstoß gegeben im Bett einzuschlafen. In unserem. Gemeinsamen. Nana wollte nicht in IHREM Bett einschlafen, sondern bei UNS. Also machte sie das Wohnzimmer mitsamt Fernseher zu ihrer -und unserer- Lösung. So wie es jetzt ist, gefällt es mir so viel besser. Was nicht heißt, dass Nana nicht mehr im Wohnzimmer einschlafen kann. Kann sie. Jederzeit. Aber: Gerade jetzt ist die NEUE Gewohnheit soviel kuscheliger für uns alle – und bleibt uns hoffentlich lange erhalten. Wir lieben das Familienbett. Alle Drei. Wie konnten wir darauf so lange verzichten? Xx Fiona

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.