Tagebuchblog 05.Februar 2018

Jeden Fünften des Monats ruft Frau Brüllen unter dem Hashtag #wmdedgt (Was machst du eigentlich den ganzen Tag) zum Tagebuchbloggen auf.

Heute war ein ziemlich wichtiger Tag für mich: Ich habe meine Master Abschlussklausur geschrieben.

Um 07:00Uhr klingelt der Wecker. Ich bin schon etwas eher wach und kann vor Nervosität nicht weiterschlafen. Ich stehe auf, nachdem ich den ersten Brocken Angst veratme. Ich weiß, dass ich gut vorbereitet bin, aber ich habe unheimliche Prüfungsangst. Eine von mehreren Facetten meiner Angststörung. Die Brust wie zugeschnürt, mir ist schlecht und ich ziehe zumindest kurzzeitig in Erwägung Tod umzufallen, statt zur Prüfung zu gehen, Wie dem auch sei. Es hilft nichts, also stehe ich auf, mache mich fertig und fahre zur Uni. Ein paar Bissen Brötchen kriege ich auf dem Weg runter. Vor dem Gebäude nochmal durchatmen und dann erstmal den Raum suchen.

09:00Uhr Ich sitze in einem kleinen Raum mit sieben weiteren Masterstudierenden aus verschiedenen Fächern. Vor mir auf dem Tisch ein Umschlag mit dem Prüfungsbogen. Das Thema ist abgesprochen und die Klausurfrage passt perfekt auf alles, was ich vorbereitet habe. Mit dem Blick auf die Fragestellung fällt ein riesen Brocken Angst von mir ab: Ich kann das beantworten. Ich schreibe zwölf Seiten, liege gut in der Zeit und kann nach nochmaligem entspannten Durchlesen eine halbe Stunde vor Abgabe um 12:30Uhr abgeben. Ich bin erleichtert und stolz. Die Prüfung lief gut und meine Angst hat nicht gewonnen.

Ich fahre nach Hause. Erst auf dem Rückweg fällt mir auf, wie kalt es heute ist. Auf dem Hinweg war ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt.

Zuhause erwarten mich Mann und Kind, die gekocht haben. Wir essen. Danach spielen wir. Nana will puzzeln. Mein Mann und ich räumen auf, und entscheiden schließlich, Nana endlich neues Bettzeug fürs Familienbett zu kaufen. Nana bejaht sofort und wir ziehen uns an. Gegen 16:00Uhr sitzen wir im Auto Richtung Ikea. Laufen einmal durch, nehmen Nana eine große Decke und ein großes Kissen mit. Nana hat Spaß durch die Gänge zu laufen, rennt vor und winkt uns. Wo ist mein schüchternes Baby hin, dass in Anwesenheit von Fremden auf den Arm will? Ich achte darauf, dass sie niemanden umrennt, und freue mich, dass sie Spaß hat. Ach so: Ein Stofftier aus der Kinderabteilung kommt natürlich auch mit. Nach einer kleinen Stärkung, fahren wir nochmal gegenüber nach Bettwäsche gucken und gehen Einkaufen. Nana staubt zwei große Puzzle (30/45 Teile) und ein Uhrenpuzzle ab. In letzter Zeit fragt sie immer häufiger, wann Papa nach Hause kommt, und mit der Puzzle Uhr will ich versuchen, ihr das ein Bisschen näher zu bringen.

Um 19:00Uhr fahren wir Heim. Nana bleibt auf der Fahrt wach, tanzt zur Radiomusik und erzählt. Zuhause werden gleich die neuen Puzzle inspiziert. Das 30Teile Puzzle machen wir zusammen. Das Uhrenpuzzle schafft sie auf Anhieb alleine: Sie orientiert sich einfach an den Farben. Beim Puzzeln isst Nana Brot zu Abend. Dann will sie noch ein drittes Puzzle machen, sagt aber mittendrin, dass sie müde ist, möchte eine Milch haben und geht ins Familienbett. Ich darf ihr noch eine neue Windel anziehen, dann kuscheln wir uns alle zusammen hin, Nana in ihr neues Bettzeug. Es dauert nicht lange bis Nana schläft. Ich bleibe noch einen Moment bei ihr liegen. Als ich auf die Uhr schaue ist es 20:30Uhr.

Schließlich gehe ich rüber ins Wohnzimmer. Mein Mann zaubert uns noch eine Kleinigkeit zu Essen und ich fange an den Tagebuchblog zu schreiben. Es ist nun kurz vor 22:00Uhr. Ich werde heute nicht lange wach bleiben. Vielleicht werde ich gleich noch ein Bisschen lesen. Ich bin froh, den Tag hinter mir zu haben, und unheimlich müde. Xx Fiona

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