Blogschnipsel

#BLOGSCHNIPSEL Mamasein hat mich verändert. Unerzogen hat mich verändert. Ich überlege mir weniger, was andere von mir erwarten, was sie für richtig oder falsch halten, sondern lerne immer mehr auf mich, meinen Bauch, und ganz besonders auf mein Kind zu hören. Wenn Nana sich auf dem Fußgängerweg hinsetzte, weil sie eine Pause braucht, dann setze ich mich dazu und wir holen die Brotdose heraus, egal ob Passanten die Stirn runzeln, weil man das doch nicht macht. Wenn Nana ihre Jacke nicht anzieht und die Mütze nicht aufsetzt, ist das okay -SIE sagt mir, wenn ihr kalt ist, NICHT der Nachbar, der mich belehrt, dass meine Tochter krank werden könnte. Wenn Nana die Schuhe auf dem Spielplatz ausziehen will, dann kann sie das tun, auch bei Regenwetter, wenn sie unbedingt will. Auch wenn die Mama des anderen Kindes es ihrem verbietet. Und ich kümmere mich auch nicht mehr darum, was die Kassiererin denkt, wenn ich ihre wohl scherzhafte Anmerkung, dass es die Schokolade aber erst nach dem richtigen Essen gebe, beiläufig verneine. Für unser Familienleben zählt nicht, was andere für Richtig halten. Aber es ist nicht immer einfach sich vom anerzogenen ‚man muss‘ und ‚man darf nicht‘ zu lösen. Manches fällt mir schwieriger loszulassen, gerade dann, wenn ich WEIß, dass gerade jemand genau schaut, wie ich reagiere. Für Nana soll es niemals wichtiger sein, anderen irgendwie gut gefallen zu wollen, als auf ihr eigenes Herz zu hören. Schlimm genug, dass ICH mir das erst mühsam erarbeiten muss, dass ich erst (wieder) lernen muss, nicht zu viel Wert auf die Meinung der Nachbarn zu legen. Für meine Tochter soll es völlig selbstverständlich sein: Du bist gut, so wie du bist, mein Kind. Deine Empfindungen, deine Bedürfnisse sind niemals falsch. ICH verändere mich durch dich, weil es mir wichtig ist, dass DU dich niemals verändern musst, weil dich gar nicht erst jemand falsch geformt hat. Xx Fiona

Ein Kommentar

  • Julia

    So toll geschrieben. Vielen Dank für deine Worte. Ich bin erst ganz am Anfang der Reise und versuche jeden Tag die Muster in mir aufzulösen. Oft gelingt es mir noch nicht, aber ich komme von einem ’selten gelingt es mir‘.

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