Blogschnipsel

#BLOGSCHNIPSEL Meine Tochter aß eine ganze Weile unheimlich gerne Maisknabbereien. Vor Kurzem haben wir ihr wieder eine Packung gekauft, aber die Begeisterung dafür hat offenbar nachgelassen, denn statt die Maisknusperknabberei zu essen, warf sie damit. Die erste Reaktion war ein Nein. Nana lass das bitte! Sie lachte und machte weiter, und noch eine Maisknusperknabberei flog auf den Teppich. Sie lachte, aber sie lachte nicht, um uns zu ärgern. Sie lachte, weil es Spaß machte. Diese Teile zu werfen, die ja niemandem weh taten, keinen großartige Dreck machten, und die ja sowieso in den Müll wandern würden, wenn Nana sie nicht aß (zugegeben sehr fade), taten niemandem weh, aber sie bereiteten ihr gerade Freude. Auf diese Weise. Es schmeckte nicht, aber sie machte etwas daraus. Mein Mann seufzte, setzte nochmal an, sie vom Werfen abzuhalten, dann warf er eine Maisknusperknabberei zurück. Nana quiekte vor Lachen, und die Maisknusperknabbereien Schlacht war sogleich eröffnet. Es war Spaß. Freude. Familiesein. Liebe, statt Konflikt. Soviel mehr war das wert, als Wut und Tränen und Frust, die wenn wir ehrlich waren, gar nicht sein mussten. Wir bewarfen uns, und kitzelten uns. Lachten. Und dann zerbröselten wir noch ein paar der Knabbereien auf dem Fußboden, das war nämlich genauso lustig. Und wahnsinnig interessant für Nana obendrein. Als wir fertig waren, und ich immer noch lachend anmerkte, wer das denn jetzt aufräumt, holte meine Tochter mit ihrem ‚Nana helfen‘ auf den Lippen unerwartet ihren Besen, und fegte so gut sie konnte den Boden frei. Ich sah ihr dabei zu und fühlte, dass alles richtig war. Natürlich, das nahm mir wenig Arbeit ab, aber wie wundervoll es doch von ihr war, es selbst wegmachen zu wollen! Helfen zu wollen! Diese Hilfe, diesen herzerwärmenden Moment, nach der vielen Freude, hätten wir verpasst, hätten wir verboten und mit Nana geschimpft. Es hat keine zwei Minuten gedauert im Anschluss an unsere Maisknabbereien Schlacht die Krümel mit dem Sauger zu beseitigen, aber es hätte uns eine halbe Stunde Familienglück gekostet, dieser zwei Minuten aufräumen wegen, unser Kind zu stoppen. Kinder sehen mit kindlichen Augen, sie sehen Freude und Entdeckungen, wo wir blind geworden sind. Und sie wollen uns nichts böses. Niemals. Xx Fiona

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.