Blogschnipsel

#BLOGSCHNIPSEL An die Arzthelferin, die mir heute bei der U7 mein weinendes Kind aus dem Arm riss, weil sie keine Geduld hatte ein fremdelndes Kleinkind die Waage in Ruhe betrachten zu lassen, und frustriert war, weil es sich nicht mit einem Buch locken ließ, wie ein Hund mit Leckerchen. Die mir dann, als ich mein Kind selbst noch völlig perplex in den Arm nahm und tröstete mit den Worten „Das war schlimm für dich. Es tut mir Leid!“, zuraunte, SOWAS sage man einem Kind nicht. Und an die Ärztin, die zwar erst versuchte mit meinem Kind in Kontakt zu kommen, aber als es nicht SOFORT funktionierte (kein Wunder!), mir ebenfalls mein Kind kommentarlos wegriss, es auf der anderen Raumseite abstellte und selbstsicher erwartete, dass sie ja jetzt ohnehin zur Mama rennt; Und dann auch noch lachte, weil meine Tochter angsterfüllt zu mir gekrabbelt kam. ICH HABE KEINE WORTE FÜR MEINE WUT! FÜR MEINE ERSCHÜTTERUNG! Sie arbeiten mit Kindern jeden Tag. Sie sollten wissen, wie es NICHT funktioniert. Wie respektlos kann man Kind und Eltern gegenüber sein? Hat ein Kind kein Recht auf eine gewaltfreie Untersuchung.? Was glauben Sie haben Sie bei meinem Kind erreicht, außer Angst? Statt mein Kind aufzufangen, haben sie ihr Fremdeln bestätigt. Und nein, ich kann es meinem Kind nicht Übel nehmen, wenn sie nie wieder zum Arzt gehen will. Nein! Sie haben ihre, unsere Grenzen übertreten! Mit Füßen getreten! Und dann, wie wir Sie, als wir uns vom eigenen Schreck wieder gefangen hatten, ansprachen geehrte Frau Ärztin, und ich ihnen sagte, dass so eine GEWALT am Kind nicht sein kann, dass ich das nicht nochmal dulde und wir sonst den Arzt wechseln; Wie kommen Sie dazu, das Wort Gewalt einfach wegzunuscheln, denn so sei es halt mit kleinen Kindern, als wäre ihr Umgang selbstverständlich. SIE HABEN MIR MEIN KIND WEGGERISSEN! Nicht ein Wort des Verständnisses. Nicht ein Wort der Entschuldigung kam von Ihnen. Sie haben uns nicht ernst genommen, weder mich noch mein Kind. Ich bin maßlos enttäuscht, schockiert! Ich zittere immer noch, wenn ich daran denke. Es gibt so vieles, das ich Ihnen JETZT gerne sagen würde. Und falls Sie es genau wissen wollen, ich habe geweint, als wir aus Ihrer Praxis raus waren. Geweint, weil mein Kind diese Erfahrung machen musste, die Sie als „nicht schlimm“ verlacht haben. Geweint, weil ich sie nicht beschützt habe. Weil ich genauso überrumpelt war. Es tut mir Leid Nana! ES TUT MIR SO WAHNSINNIG LEID, dass ich erst DANACH geredet habe, dass ich nicht laut STOP gerufen und dich bei mir behalten habe. Dass ich es nicht abgebrochen, sondern wie in Trance weiterlaufen lassen habe. Heute bei dieser Untersuchung habe ich versagt, als die Mutter, die ich sein will. Aber ich verspreche dir, mein Kind, das passiert mir nicht noch einmal! Eine Freundin schrieb mir heute „Fühlt euch nicht schlecht. So einen Moment muss man vielleicht erleben, um echt Löwe sein zu können.“ JA! Nicht nochmal! Nie wieder passiert mir das! Und Sie Frau Ärztin, wenn Sie eines heute geleistet haben, dann dass ich dazu gelernt habe, nicht mehr leise sein zu dürfen! Laut zu werden! Niemand nimmt mir je wieder mein Kind weg. Und übrigens: Sie haben es heute versäumt, ein WUNDERBARES kleines Mädchen kennenzulernen. Ein Mädchen, das tobt und lacht und Geschichten erzählt, das einen starken Willen hat, und das alles kann, was Sie heute sehen wollten, aber dem sie verdammt nochmal keine Chance gegeben haben, weil Sie Angst mit Trotz verwechselt haben. Xx Fiona

4 Kommentare

  • Vielen Dank für das Schildern dieser sensiblen und traumatisierenden Situation. Kinder sind so wertvoll und zerbrechlich. Alles Gute für Ihre Familie.

  • Motte

    Mir kullern gerade die Tränen über die Wange, erinnert es mich doch so sehr an die Situation als der Kinderarzt zu meinem Kind sagte es solle „die Klappe halten“ und ich zu dem Zeitpunkt ebenso in geistige und körperliche Schockstarre gefallen bin. Da hab ich mir auch geschworen: nie wieder lasse ich das zu. Dieser Arzt hat uns auch nie wieder gesehen.

  • Marie

    Ja, leider nicht ungewöhnlich. So wichtig, dass die Eltern sich wehren. Unbedingt bei der Ärztekammer Beschwerde einreichen, damit dieses Verhalten nicht weiter fortgesetzt wird. Da muss ein umfassendes Umdenken im System stattfinden und die Untersuchungen an das natürliche Verhalten der Kinder angepasst werden. Ich würde sofort den Arzt wechseln, es gibt andere.

  • Hallo Fiona,

    Ein erschreckender Bericht. Ich kann gar nicht glauben, was ihr erleben musstet. Dass die Ärztin auch noch gelacht hat und noch nicht mal auf deinen anschließenden Protest reagierte. Unfassbar.

    Ich hoffe, ihr findet schnell einen neuen Arzt und Nana hat die Chance sich dort angenommen zu fühlen.

    Viele Grüße
    Mama Maus

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