Blogschnipsel

#BLOGSCHNIPSEL Mal ganz abgesehen davon, dass ich mein Kind über ihren Zuckerkonsum, wie über jeden anderen Konsum, selbstbestimmen lassen will, weil ich ihr vertraue, dass sie einen guten Umgang damit regulieren KANN, ist es mir auch wichtig, dass mein Kind Süßigkeiten nicht als etwas Mystifiziertes kennenlernt. Nicht als eine Belohnung, die es dann gibt, wenn irgendein Verhalten UNS zufrieden stellt. Nicht als etwas, das weit weg -dessen Zugang fremdbestimmt ist- und was DESWEGEN begehrt wird. Der Nachtisch heißt so, weil er nach dem Hauptgang folgt, NICHT weil dafür aufgegessen werden muss. Schokolade soll kein Ansporn für mein Kind sein, sich „gut“ zu benehmen, oder irgendjemandem zu gefallen. Gerade im Moment merke ich wieder, dass wir auf einem FÜR UNS guten Weg sind, dass Süßigkeiten für Nana tatsächlich keinen großartig anderen Stellenwert haben, als andere Lebensmittel. Klar, sie isst gerne Bonbons und Eis, auch mal mehr als MIR lieb ist, aber das ist eben gar nicht der Standard. Gestern verlangte sie lieber nach Mandarinen, und zum Abendbrot wünschte sie sich Fleisch. Nana isst also längst nicht nur Süßkram, trotz frei zugänglicher Schublade. Obwohl wir aktuell nur im Adventskalender Schokobonbons haben, hat sie noch nie mehr als ein Türchen öffnen wollen. Und zweimal haben wir schon fast ganz vergessen daran zu gehen. Die Schokolade im Kalender ist ihr nicht wichtig. Sie ist nichts besonderes. Nichts wofür Nana morgens gleich ins Kinderzimmer flitzt. Nana freut sich darüber, aber sie braucht sie nicht, und verlangt nicht nach mehr. Es fühlt sich nicht falsch an, meine Tochter selber übers Süßigkeiten Essen bestimmen zu lassen. Ich kann ihr Vertrauen! Sicher gibt es Phasen, in denen sie viel nascht, aber genauso gibt es eben diese Tage, an denen sie nichts davon braucht, an denen sie sogar ablehnt, weil sie keinen Appetit auf Schokolade hat. Wie bei jedem von uns auch. Selbstregulation passiert nicht von Heute auf Morgen. Es braucht die Chance die eigenen Grenzen berühren, und die Bedürfnisse kennenlernen zu können. Xx Fiona

3 Kommentare

  • Auch bei dem Thema bin ich wieder ganz bei dir! 😉
    Unser Kind entscheidet das auch selbst, im ersten Lebensjahr haben wir keine Süßigkeiten und keinen Zucker gegeben, es wurde aber auch absolut nicht verlangt. Erst allmählich, als das Interesse für unsere Speisen so groß war, dass immer probiert werden musste, lernte unser Kind Kuchen und Kekse kennen. Lustigerweise werden bei Kuchen meist nur 2-3 Bissen gegessen, Kekse werden zwar verlangt, wenn wir sie auch essen, allerdings meist nicht probiert oder nach einem Bissen weggelegt….
    Einzig Schokolade liebt unser Kind. Und auch hier habe ich wieder etwas gelernt: denn es schiebt sich nicht tafelweise die Schoko rein, sondern isst nur ein paar Stück, mal mehr, mal weniger! Da sind es doch eher wir Erwachsenen, die immer weiter essen, obwohl wir gar nicht mehr richtig Lust darauf haben oder die Schokolade sogar wegräumen müssen, damit wir nicht alles auf einmal aufessen!
    Wir kaufen außerdem dunkle Schokolade (mag unser Kind besonders gerne) welche mit Kokosblütenzucker gesüßt ist. Für uns fühlt es sich auch absolut richtig an, wie wir es handhaben.

    Alles Liebe cao

  • Chrinja

    Hallo Fiona!
    Seit wann lässt Du Nana frei entscheiden „erwachsenen Süßigkeiten“ zu essen?

    • hallo, Was meinst du denn mit Erwachsenen Süßigkeiten? Normale Süßigkeiten? Schokolade etc hat sie zur Weihnachtszeit kurz vor ihrem ersten Geburtstag das erste Mal gegessen, und konnte es seither auch erfragen. Eine ganz frei zugängliche Schublade hat sie seit etwa zwei Monaten (also mit 22Monaten ca). Hat sich vorher einfach nicht ergeben. Zugang hatte sie aber trotzdem über uns. Lg, Fiona

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