Tagebuchblog 05.Januar 2018

Jeden Fünften des Monats ruft Frau Brüllen unter dem Hashtag #wmdedgt (Was machst du eigentlich den ganzen Tag) zum Tagebuchbloggen auf. Nachdem ich letzten Monat keine Zeit gefunden habe über meinen Tag zu berichten, bin ich heute wieder dabei.

02.00Uhr Ich arbeite heute wieder bis in die Nacht, ärgere mich mit Bildformaten und Schriftsetzung herum und schleiche mich kurz nach zwei Uhr ins Familienbett. Die Nacht ist unruhig, wie die vergangenen Nächte auch. Nana wacht im Moment wieder häufiger auf, findet dann nicht zurück in den Schlaf und quält sich zusätzlich in dieser Nacht mit einer verstopften Nase. Um 03:30Uhr schaue ich auf den Wecker und um 04:30Uhr auch.

Entsprechend spät wachen wir heute auf: Es ist 09:00Uhr als Nana ins Wohnzimmer will. Ich folge ihr und ihrem Papa eine halbe Stunde später. Mit Kaffee, Kakao und Frühstück machen wir es uns auf der Couch gemütlich, und entscheiden heute nach einer längeren Pause mal wieder Geocachen zu gehen. Nana ist direkt begeistert und spricht schon von den Dosen im Baum, bevor wir überhaupt wissen, wo wir hinfahren wollen.

11:00Uhr Der erste Anlauf Nana anzuziehen scheitert. Ich lasse sie und mache zuerst mich fertig. Eine halbe Stunde später lässt sie sich ebenfalls anziehen. Sie malt dabei an ihrem Tablet. Noch die Taschen mit Windeln und Proviant packen, dann fahren wir los, und kommen um 12:30Uhr im Umkreis von Witten an einem Waldstück an. Hier parken wir und starten unsere Geocaching Runde. Sieben Dosen finden wir heute. Nana sucht fleißig mit und findet eine Dose sogar schon ganz ohne Hilfe.

Geocache Dose u. Versteck (unten)

Nachdem unsere Tochter erst eine Weile von Papa getragen werden will, genießt sie es schließlich wieder sichtbar, draußen im Wald unterwegs zu sein: Pfützenspringen, Stöcke Sammeln, Rennen und kleine Abhänge Beklettern. Ohne Hektik. Ohne viele Geräusche und Leute um uns – Beides mag meine Tochter nämlich überhaupt nicht gerne um sich herum haben. Kann ich verstehen. Wir merken alle, dass wir die Waldtage im Stress rund um die Feiertage und die Zeit danach vermisst haben, und ich werde etwas wehmütig bei dem Gedanken, dass wir bald nicht mehr ganz so häufig wie die letzten Monate ins Auto und in den nächsten Wald davon fahren können.

Gefunden: Petling unterm Stein

Wir verbringen den ganzen Nachmittag draußen. Gegen 16:00Uhr kommen wir zurück zum Auto und machen uns auf den Heimweg. Nana ist geschafft und schläft ein. Zuhause wacht sie auf, als ich sie nach dem kurzen Schläfchen aus dem Kindersitz nehme. Es ist nun 16:30Uhr. Sie ist weinerlich, will lieber zu Papa, als auf meinen Arm, und hat Hunger. In der Wohnung mampft sie erstmal ein Ei. Danach gibt es Suppe vom Vortag. Nana isst am Tisch auf meinem Schoß. Als sie fertig ist, will sie am Tablet spielen. Ich nutze die Zeit und räume einmal ordentlich die Wohnung auf.

18:00Uhr Ich lümmel mich gerade zu Mann und Kind auf die Couch, als Nana beschließt, lieber toben zu wollen. Am liebsten springt sie derzeit von der Couch in meine Arme. Schließlich will sie in ihr Kinderzimmer: Malen, Puzzeln und mit ihren Ballons Spielen. Es ist 20:00Uhr als wir uns wieder auf die Couch kuscheln. Nana putzt sich die Zähne und will noch etwas Tv gucken. Seit Silvester schläft sie wieder später. Während Nana sich ankuschelt, und döst, überprüfe ich am Handy meine sozialen Netzwerke.

Nach etwas hin und her, noch was zu Knabbern und einer halben Flasche Milch schläft sie um 22:30Uhr ein. Auch wenn das selbstbestimmte Schlafen manchmal wirklich anstrengend ist, in diesem kleinen Moment, wenn sie angekuschelt einschläft und so glücklich dabei schaut, ist es mir das immer wieder wert.

Mein Mann trägt Nana ins Familienbett, ich nehme mir meinen Laptop und fange an mit der Blogarbeit. Für heute steht noch ein Bisschen was auf der ToDo Liste und ich rechne nicht damit, früher ins Bett zu gehen, als gestern nacht. Und die Nächte davor. Morgen früh werde ich dann wieder müde sein, aber so habe ich es mir ausgesucht. Auch das ist Selbstbestimmung. Xx Fiona

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