Blogschnipsel

#BLOGSCHNIPSEL Nana ist eines dieser Kinder, das immer unter Strom steht. Manchmal tanzt sie spätabends noch klatschend im Kreis und hüpft von der Couch, holt einen Ball oder will fangen spielen, während mir fast schon die Augen vom langen Tag zufallen; und ich frage mich dann oft, woher mein Kind diese viele Energie nimmst. Sie springt, hüpft und rennt. Sie klettert. Sie will immerzu toben, kitzeln und Ball spielen. Rund um die Uhr. Selbst wenn Nana kränkelt, wirbelt sie immer noch herum, und man merkt ihr das Fieber und Kranksein kaum an. Auch ein Gips an der Hand hielt meinen Wirbelwind nicht vom Toben ab, so sehr ich sie auch bat, langsamer zu machen. Morgens wacht Nana um spätestens Acht Uhr quietschfidel auf. Mittagsschlaf macht sie nun schon ein dreiviertel Jahr keinen mehr, und hält trotzdem oft bis nach Einundzwanzig Uhr durch, bevor sie endlich kuschelnd zur Ruhe kommt. Meine Tochter muss sich einfach auspowern. Sie braucht das, hat einen unglaublichen Bewegungsdrang. Wenn wir einen Tag zuhause verbringen, wäre es schon alleine deswegen nicht fair, ihr verbieten zu wollen, auf den Betten und der Couch zu hüpfen, zu laufen und zu toben und dabei Lärm zu machen. Sie kann gar nicht anders! Bewegung ist quasi ihr primärer Blitzableiter. Ohne Bewegung wäre Nana unausgeglichen. Einen Tag, an dem sie zu wenig davon bekommt, oder an dem ihr nicht genug passiert, genug Action und Abenteuer, merkt man ihrer Stimmung an. Wir haben hier zum Glück sehr tolerante Nachbarn, die sich darüber freuen, dass unser Kind so lebensfroh ist, lacht und rennt und springt. Und vorsichtig ist Nana allen Befürchtungen zum Trotz auch, das beweist sie mir wieder und wieder. Bei aller Sorge, die eine Mutter so haben kann, ich begleite Nana beim Springen auf der Couch schon lange nicht mehr. Sie kann das! Kinder können, wir müssen sie nur lassen. Dann überraschen sie uns. Vertrauen! Auch ich musste es erst lernen, meine Angst loszulassen, sie könnte fallen. Ich habe sie turnen lassen, anfangs begleitet, in Bereitschaft sie abzufangen, und konnte dabei beobachten, wie nicht nur SIE sicherer wurde, sondern auch ICH entspannter, zuversichtlicher, vertrauter. Mein Kind wäre nicht mein Kind, würde sie nicht mindestens einmal am Tag von der Couch springen. Und ich liebe es, diese unbeschwert kindliche Freude in ihren Augen dabei leuchten zu sehen. Bewahre dir deine Wildheit, mein Kind, und lass dir bitte niemals von irgendjemandem einreden, das daran irgendetwas falsch sei! Xx Fiona

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