Unverbogen Bücherkiste: MiWau und KikeriMuh. Welches Tier entdeckst denn du?

[Werbung | Beitrag mit Affiliatelinks] Bücher müssen für Nana drei Bedingungen erfüllen: Sie müssen interaktiv sein, damit Nana daran interessiert bleibt. Sie dürfen nicht viel Text haben, und der Text muss in Reimen sein. Langen Reimen hört Nana tendenziell aufmerksamer zu als kurzen Fließtexten. Und thematisch muss es um Dinge gehen, die sie mag. Zum Beispiel Tiere.

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, das alle drei Kriterien erfüllt und hier immer wieder gerne angeguckt und gelesen wird:

TITEL: MiWau und KikeriMuh. Welches Tier entdeckst denn du?*

AUTOR UND ILLUSTRATION: Anton Poitier, Lucia Fischer und SophiaTouliatou

VERLAG: Carlsen Verlag

ERSCHEINUNGSJAHR: 2014

ART: Pappbilderbuch

UMFANG: 10 Seiten

ALTERSEMPFEHLUNG: Ab 36 Monate (Laut Verlag)

Der Titel „MiWau und KikeriMuh“ sprang mir damals im Buchladen ins Auge und blieb direkt im Ohr. Nana war zu diesem Zeitpunkt etwas über ein Jahr alt. Den Hinweis auf der Rückseite des Buches, dass es unter 36Monaten nicht geeignet sei, habe ich damals nicht gesehen, aber ich hätte es vermutlich trotzdem gekauft. Die Seiten sind aus dicker Pappe, die sich nicht knicken lassen, allerdings sind die Laschen zum Umklappen dünn und können sehr einfach geknickt und zerrissen werden. Für Kleinkinder, die mit Büchern sehr grob umgehen, ist es also vermutlich tatsächlich nicht geeignet. Unseres hat ein paar Knickspuren durch ›falsch umgeknickte‹ Laschen, aber gerissen ist noch nichts.

Das Prinzip des Buches finde ich großartig. Etwas vergleichbares habe ich bisher in dieser Form noch nicht gesehen. Auf vier Doppelseiten erzählen lustige Reime von je einem Bauernhoftiere, das anschließend auf der rechten Seite unter Laschen wiedergefunden werden soll. Vier Laschen können einzeln, nacheinander von links nach rechts aufgeklappt werden, und hinter jeder Lasche kommt in Kombination mit dem bestehenden Motiv ein neues Tier zum Vorschein, bis am Ende das gesuchte Tier gefunden wird.

So begegnen uns auf der Suche nach dem Schafbock zuerst Gans, Henne und Lämmchen.

Ein Highlight ist die kleine Maus, die zusätzlich auf jeder Seite sitzt und mit einem kleinen Reim dazu auffordert, mit zu suchen.

Auf der letzten Doppelseite sind nochmal alle Tiere abgebildet und das Kind wird gefragt, ob es die Tiere zählen, und sich erinnern kann, welche Tiere nebeneinander im Buch versteckt sind. Bisher sind wir diesen Anregungen nicht nachgegangen. Auf der letzten Seite benennen wir die Tiere einfach. Auch hier sitzt wieder die kleine Maus dabei.

Das Buch finde ich sehr schön illustriert, nämlich gerade nicht ganz so geradlinig wie viele andere Kinderbücher, sondern ein Bisschen abstrakter und unperfekter. Die Abbildungen sehen nach gemalten Bildern aus, ohne harte Kanten und Linien, sind kindlich einfach gehalten und dabei gut erkennbar, als die Tiere, die sie darstellen sollen. Mir gefällt auch das Farbschema nach dem die Tiere hintereinander angeordnet sind, um den Überblendungseffekt zu ermöglichen, sehr. Beim ersten Durchsehen hat mich dieser Effekt auch total begeistert. Ich habe die Laschen hin und her gekippt und geschaut, aus welchen Einzelmotiven sich das gesuchte Tier am Ende zusammensetzt.

Die Laschen zum Umklappen sind wie schon erwähnt aus dünner Pappe und nicht Kleinkindfest. Gerade wenn die Kinder die Laschen in der falschen Reihenfolge umklappen wollen, kann es schnell zu Eselsohren und anderen Gebrauchsspuren kommen. Der Verlag warnt vor verschluckbaren Kleinteilen, da nicht auszuschließen ist, dass Pappe beim Bespielen abgerissen wird. Nana hat das Prinzip noch nicht ganz verstanden und versucht die Laschen meisten zuerst in anderer, als der angedachten Reihenfolge umzuknicken. Kaputt gegangen ist dabei bisher noch nichts, aber das kann auch Glück sein. Eine Zeit lang hat das Buch bei uns oben im Regal gestanden, inzwischen bleibt es nach dem Angucken aber meistens in Griffhöhe liegen.

Nana geht sorgsam mit ihren Büchern um und steckt sich auch nichts mehr in den Mund, da geht das.

Ich kann euch dieses Buch ans Herz legen, wenn ihr nach etwas außergewöhnlicherem sucht, und auch unschärfere, kindliche künstlerische Illustrationen mögt. Euer Kleinkind sollte pfleglich mit Büchern umgehen können, oder wie vom Verlag empfohlen schon etwas älter sein.

Insgesamt finde ich „MiWau und KikeriMuh“ ein sehr schönes Vorlesebuch zum aktiven Entdecken von Bauernhofstieren. Es macht jedes Mal Spaß die Tiere zu suchen. Xx Fiona

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