Puzzleliebe, Puzzlefrust Und Unsere Vier Lieblingspuzzles

[Werbung | enthält Affiliate Links] Wer unsere Storie auf Instagram verfolgt, der weiß, Nana ist ein Puzzlekind. Puzzle faszinieren sie total, sie kann sich schon ausdauernd damit beschäftigen, und lässt selten eines unfertig liegen. Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich sie dabei beobachte. Zumal es gerade mal ein gutes halbes Jahr her ist, dass sie keine zwei Teile alleine zusammensetzen konnte. — Dabei schwankt Nana immer mal wieder zwischen Puzzleliebe und Puzzlefrust hin und her. Wir begleiten sie und spielen fleißig mit.

Puzzelliebe

Puzzles sind cool. Das findet nicht nur Nana, sondern auch Mama.

Nicht nur, dass es ein ruhiger Ausgleich für mein sonst immer in Bewegung seiendes Kind ist, und riesigen Spaß macht – Das Teile zusammensetzen hat auch unheimlich viele Lerneffekte.

Nicht das Spielen nicht sowieso immer auch Lernen ist: Kinder Spielen. Und im Spielen lernen sie. Spielen und Lernen sind praktisch identisch.

Wenn unsere Kinder spielen, dann begreifen sie.

Puzzlespielen hat zahlreiche Lerneffekte. Es fördert Geduld und Konzentration. Gerade im Moment kann ich hier verstärkt beobachten, wie Nana beginnt mit aufkommendem Puzzlefrust kontrollierter umzugehen, ohne wütend zu werden. Fingerfertigkeiten, Auge-Hand-Koordination und visuelle Wahrnehmungsfähigkeit werden geübt. Außerdem arbeitet das Puzzlespiel bei Kleinkindern mit Übungseffekten: Nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum werden die Teile zusammengesetzt und Strategien entwickelt.

Das wie ich finde besonders schöne: Die Kinder sehen ein Ergebnis. Das Erfolgserleben wird greifbar. Aus den einzelnen Teilen wird ein fertiges Bild.

Nana zeigt die fertigen Puzzles immer  stolz und stapelt sie auf dem Tisch oder der Couch. Außerdem ist eine Steigerung möglich, die Nana ebenso visuell wahrnehmen und begreifen kann. Puzzle mit vier und mehr Teilen, nimmt Nana als schwierig wahr. Weniger Teile sind einfacher, oder wie Nana sagt: „Das Baby Puzzle!“

Niemals sollte Lernen zum Zwang werden: Was wir ohne Begeisterung lernen, das bleibt nicht im Kopf.

Uns war es wichtig, Nana natürlich nie darauf festzunageln, ein bestimmtes Spielzeug, so förderlich WIR es auch halten würden, auf jeden Fall zu bespielen.  Was wir als Eltern schaffen können, sind immer nur Angebote.

Die Puzzleliebe kam bei meiner Tochter mit etwas über anderthalb Jahren aus eigenem Antrieb.

Spielend Lernen: Fördern Ohne Zwang

Das erste Holzpuzzle / Steckpuzzle hatten wir hier als ANGEBOT schon in der Spielzeugkiste liegen, da war Nana noch kein Jahr alt. Mit den Teilen hat sie damals frei gespielt, sie angefasst, in den Mund gesteckt und entdeckt. Gelegentlich habe ich die Puzzleteile in ihrem Beisein auf das Holzbrett gesteckt, meistens habe ich ihr die Motive dabei auch schon benannt. Irgendwann versuchte sie es selber, schaffte es aber nicht und ließ das Puzzle wieder liegen. Ewa mit Anderthalb kam dann das Interesse wieder: Sie nahm die Holzpuzzle und versuchte sich daran, schaffte es abermals nicht und forderte mich auf ihr zu helfen, indem sie zeigte, welches Teil ich puzzeln sollte.

Und so schaute sie sich ab, wie dieses Spiel eigentlich funktioniert.

Irgendwann versuchte sie es wieder, diesmal ausdauernder und nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum mit etwas drehen und schieben, frusten und ruckeln, setzte sie irgendwann das erste Teil ganz alleine in das Holzbrett ein.

Von da an übte sie fleißig. Fast jeden Tag nahm sie das Puzzle aus dem Regal. 

Heute löst sie die Holzpuzzle, die sie immer noch gerne zusammensteckt, innerhalb von wenigen Minuten ohne Fehlversuche; Dabei mischt sie meistens die Teile aller drei Holzpuzzle, die wir hier haben und setzte sie dann zusammen. Manchmal macht sie ein gemeinsames Spiel daraus, will  abwechselnd puzzeln, oder sie benennt ein Motiv und ich soll das Teil für sie ›suchen‹.

Inzwischen puzzeln wir mehrteilige Motivpuzzle.

Bei sechs bis acht Teilepuzzeln braucht sie noch etwas Hilfe. Meistens reicht es aus, wenn ich ihr ein Teilepaar zusammensetze, oder sie darauf Hinweise, nochmal auf das Motiv zu schauen. Oder ich frage gezielt nach Motivdetails, wenn sie nicht weiterkommt: „Der Schildkröte fehlt ja noch der Kopf.“

Wir haben hier auch schon ein 15Teile Puzzle zwischen liegen, das sie regelmäßig aus dem Regal nimmt und puzzeln will. Dabei helfe ich ihr natürlich noch, begleite sie etwas enger, und wir puzzeln daran zusammen.

Ich finde Förderung nicht verkehrt.

Förderung in dem Sinne, dass ich ein Angebot zur Verfügung stelle.

Dabei ist mir wichtig niemals Zwang auszuüben oder von mir fremdbestimmte Inhalte zu fördern, sondern auf die Interessen meines Kindes einzugehen. Sie puzzelt gerne und meistert mit wenig Hilfe eben schon problemlos einfache mehrteilige Puzzle, also ist es nicht abwegig ihr ein Puzzle bereitzustellen, das schwieriger ist und sie etwas mehr herausfordert, wenn sie das möchte. Ich hätte es übrigens nochmal weggelegt, hätte es sie nach den ersten Versuchen zu sehr frustriert, und ich gemerkt, dass das noch absolut gar nichts für sie ist. Aber: Sie hat Spaß daran. Es wird aktuell fast täglich bespielt und dann mehrfach zusammengesetzt.

Sie sagt, dass es ›schwer‹ ist und will auch Hilfe, die sie natürlich bekommt, aber sie macht ausdauernd und MIT BEGEISTERUNG weiter, will die Teile, die ich ihr ansage, jedes selber legen, und freut sich auf das fertige Motiv. Inzwischen reicht es meistens aus, wenn ich dabei sitze und ihr sage, dass sie das Teil vielleicht etwas drehen sollte oder an die Stelle ein anderes kommt. Ich glaube nicht, dass sie noch lange brauchen wird, es ganz zu schaffen.

puzzleliebe puzzlefrust spielend lernen und fördern | unverbogen kind seinWas Tun Bei Puzzlefrust?

Als Nana begriffen hat, dass es beim Puzzeln um ein zielgerichtetes Spielen geht, sie also nicht nur darum ging, die Teile anzufassen, zu werfen und gegeneinander zu hauen, sondern wir sie zusammensetzen und ETWAS FERTIGES daraus machen können, kam auch der Frust, wenn es ihr nicht gelang.

Wut. Weil die Teile nicht passten. Weil sie das richtige Teil nicht fand.

Enttäuschung.

Und dann flog auch mal ein Teil, oder gleich das ganze Puzzle quer durch den Raum.

Frustration ist eine starke Emotion, die kleine Kinder, denen die nötige Impulskontrolle noch fehlt, um sich ›gute‹ Lösungsstrategien zurechtzulegen und diese zu befolgen, im wahrsten Sinne des Wortes überschwemmt. Dann ist da erstmal im Kopf und Bauch nur dieses dumpfe eklige Gefühl, und dem will das Kind Luft machen: werfen, schreien, wüten.

Dabei hat jedes Kind, jeder Mensch, eine unterschiedlich stark ausgeprägte Frustrationstoleranz, bevor der Knoten platzt. Bei Kindern ist diese Toleranz meistens sehr gering. Mit dem Alter weitet sie sich dann verschieden weit aus.

Frust begegnen wir im Leben ständig.

Als Eltern können wir versuchen unnötige Frustmomente zu reduzieren, aber das gelingt nicht immer ausreichend und ist manchmal einfach auch gar nicht möglich: Wenn meine Tochter das Puzzle nicht schafft, sei es, weil es tatsächlich noch zu schwierig ist, oder weil sie bei einem bekannten Puzzlespiel unkonzentriert ist, dann kann ich daran erstmal nicht viel verändern.

Ich kann ihren Frust nur begleiten. Das heißt: Da Sein. Verbalisieren. ›Du findest das passende Teil nicht. Das ärgert dich.‹ und wenn mein Kind sich beruhigt, kann ich versuchen einen Lösungsansatz zu finden: ›Kann ich dir helfen?‹ ›Sollen wir zusammen suchen, welches Teil passt?‹ Oder, wenn sie keine Hilfe will: ›Ich denke, du kannst es schaffen. Willst du es nochmal probieren? Soll ich zuschauen?‹ Oder: ›Ich sehe, das Puzzeln ärgert dich gerade. Lass uns etwas anderes spielen und es gleich nochmal versuchen.‹

Die Reaktionen können unterschiedlich sein.

Vielleicht gelingt die Kommunikation, vielleicht nicht sofort. Begleitung hat niemals den Anspruch zu funktionieren, irgendetwas gezieltes zu bewirken, außer DA ZUSEIN.

Wenn mein Kind frustriert ist, finde ich es besonders wichtig, selber die Nerven zu behalten. Gerate ich auch noch in Wut, bin genervt, greife einfach in das Spiel ein oder lege es sogar weg, dann schaukeln wir uns gegenseitig in einer Nervspirale hoch und die Stimmung kippt komplett. -Und daran sollte ein Puzzlespiel nun wirklich nicht Schuld sein. Also: Ruhe bewahren, atmen, den Frust des Kindes annehmen. Verstehen. Begleiten.

Was das Puzzlespielen angeht, hat Nana mittlerweile eine tatsächlich eher geringe Frustrationstoleranz, was vermutlich daher kommt, dass sie die meisten ihrer Puzzle normalerweise fix lösen kann. Klappt es nicht, nervt das. Unser beständiges Begleiten und Hilfe anbieten, hat meiner Tochter aber bereits Strategien an die Hand gelegt, mit ihrem Frust umzugehen. Sie wütet nur noch sehr selten, wenn es nicht klappt, was das Puzzeln trotz ihres geringen Frustrationslevels nicht anstrengend für uns macht. In vielen Fällen, bittet sie einfach ›Mama hepn(helfen)‹, oder sie widmet sich -wenn mehrere Puzzle bereit liegen- zuerst einem anderen, und will für das Zusammensetzen des schwierigen Puzzles dann gegebenenfalls beim zweiten Versuch Hilfe.

Solche Entwicklungen an meiner Tochter zu beobachten, finde ich immer wieder erstaunlich: Aus dem frustriert alles Hinwerfen ist ein Hilfe Holen oder Pausieren geworden. Für eine gerade Zweijährige  finde ich das schon eine große Leistung.

Das zeigt mir im (für mich) Kleinen: Dinge die mein Kind jetzt frustrieren und sie wüten lassen, auch dafür wird sie beizeiten Strategien entwickeln. Es braucht nur Vertrauen. Und Zeit.

Unsere Vier Lieblingspuzzle

Nana puzzelt gerne digital am Tablet und ich bin immer wieder überrascht, wie schnell sie dort auch unbekannte Puzzle löst. Gerade unterwegs ist das Ideal: Neben Puzzles sind auch Malapps und Bücher immer kompakt dabei.

Das ersetzt aber natürlich nicht den visuellen und haptischen Mehrwert von ‚echten‘ Puzzles: Anfassen, Drehen, die unterschiedlichen Formen spüren. Ich finde das genauso wichtig, wie die Berührung mit digitalen Medien, und deshalb haben wir natürlich viele Puzzle im Kinderzimmer liegen.

Zum Schluss möchte ich euch unsere vier Lieblingspuzzle vorstellen. Vielleicht ist auch noch eins für euch dabei?

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Dieses Holzpuzzle (Steckpuzzle) von Goki* war Nanas allererstes Puzzle und es liegt immer noch griffbereit im Kinderzimmer. Wir haben uns damals für Tiermotive entschieden, weil wir ungefähr zu der Zeit als wir es holten, häufig im Zoo waren. Als Holzpuzzle ist es nahezu unkaputtbar und gerade für kleine Hände mit dem Knauf auf den Teilen gut griffig und leichter zusammenzusetzen, als übliche Teilepuzzle aus Pappen.  Bei dieser Art von Puzzle geht es noch nicht um das Erfassen eines Gesamtmotives, sondern um das Erkennen und Zuordnen von einzelnen Formen und Figuren. Als Einstieg finde ich diese Variante toll, und Nana hat heute immer noch Spaß daran.

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Haba Erste Puzzle: Bauernhof

Nach den Holzpuzzles war dieses Erste Puzzle Bauernhof von Haba* unser nächstes Lieblingspuzzle. Wir haben es geholt, als Nana etwa anderthalb Jahre war und Begann sich für das Teile zusammensetzen zu interessieren. Nana mag das Bauernhofthema, es gibt aber noch einige andere Motive. Darin sind sechs Puzzlemotive. Jeweils zwei Puzzles á zwei, á drei und á vier Teile. Das Zusammensetzen der zwei Teile Motive hatte Nana recht schnell raus, was sie natürlich motivierte, sich auch an die anderen heranzutrauen. Unterstützend fürs erste Puzzeln finde ich bei diesem Puzzlespiel, dass die Puzzleteile Motivform haben, also NICHT eckig und somit einander äußerlich ähnlich sind. Das macht das Zusammensetzen deutlich intuitiver. Schön finde ich an diesem Puzzle außerdem, das noch eine zusätzliche Spieloption zum Puzzeln dabei ist: Zu jedem Motiv gehört noch ein zusätzliches kleines Teil, das zugeordnet werden kann: Beim Bauernhofthema sind das unter anderem die tierischen und landwirtschaftlichen Produkte: Also eine Milchkanne für die Kuh, Eier zum Huhn und ein Korb mit Äpfeln gehört zum Baum. Auch eine kleine Holzfigur liegt dem Puzzle bei, die Nana allerdings nicht bespielt.

Zum zweiten Geburtstag hat Nana zwei neue Puzzlespiele bekommen, die sie aktuell fast täglich herausholt.

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Von ihrer Patentante bekam sie dieses hier: My first Puzzles von Ravensburger: Haustiere*. Darin befinden sich vier Puzzles, auch hier mit steigender Teilezahl (zwei -vier -sechs -acht Teile). Die steigende Anzahl der Teile empfinde ich sehr positiv. Nana kann sich so jedes Mal neu voran tasten, und ist nach zwei geschafften Puzzlen motiviert, auch das nächste zusammenzusetzen. Die Puzzle von Ravensburger sind sehr schön illustriert. Die Teile haben eine übliche Puzzleform und ergeben fertig ein eckiges Motiv. Die Schwierigkeit gegenüber dem Haba Puzzle liegt auf der Hand: Der reine Umriss kann nicht mehr intuitiv zur Lösung herangezogen werden (abgesehen von der Passung), da er nicht mehr dem abgebildeten Motiv entspricht. Nana hat das beim ersten Spielen vor eine deutlich neue Herausforderung gestellt, da sie nun stärker auf das Motiv achten musste. Bei dem sechs und dem acht Teile Puzzle will sie häufig noch Hilfe, schafft es mit einem kleinen Denkanstoß aber dann doch alleine.

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Auch dieses Puzzle hat Nana zum Geburtstag bekommen: Ein Ravensburger Puzzle: Ausflug in den Zoo* mit 15Teilen, und damit der endgültige Sprung zu komplexen Puzzlespielen. Wir wissen, dass es für sie alleine noch schwierig ist, die Herstellerempfehlung ab drei Jahre kommt nicht von ungefähr, denn abgesehen von den vielen Teilen ist auch das Motiv sehr komplex. Wir haben es uns aber bewusst für sie gewünscht, um es ihr als Angebot bereitzustellen. Nana probiert sich fast täglich daran. Wenn eure Kids gerne puzzeln, mit dem Puzzlefrust schon ganz gut umgehen können, und ein acht Teile puzzle alleine oder mit minimaler Unterstützung bereits hinbekommen, probiert es doch einfach mal aus. Ich denke Nana wird nur noch ein paar Wochen brauchen, um es zu knacken. Sie sucht selbstständig die Teile für die einzelnen Tiere zusammen und ist gerade am Üben, die gefundenen Teile auch richtig herum zusammenzustecken. Das mit dem geraden Rand hat sie bereits verstanden. Trotzdem: Ganz schön knifflig. Aus dem Gedächtnis kann sie das Bild noch nicht vollständig rekonstruieren. Eine Motivabbildung fehlt mir ein Bisschen bei diesem Puzzle. Ich überlege, es zu fotografieren und ihr als Hilfestellung auszudrucken. Am Tablet schafft Nana Puzzle in diesem Format durch die blass hinterlegten  Motive, nämlich oft schon ohne Hilfe.

Nana ist ein totales Puzzlekind.

Hier vergeht aktuell kein Tag ohne Puzzeln, und ich bin sehr gespannt, ob dieses Hobby ihr und uns noch eine Weile erhalten bleibt. Freuen würde ich mich. Ich finde es einen guten Ausgleich zum Toben, Hüpfen und Rennen. Und außerdem gibt es noch so viele schöne Puzzlemotive, die Mama gerne kaufen mag. Xx Fiona

 

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