Willkommen Babylili. Drei Monate zu viert | Geburtsbericht

21.August 2020- Seid mittlerweile drei Monaten sind wir zu viert.

Unsere zweite Tochter kam an einem Freitagnachmittag. Genau eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin. Wer mir im Social Media folgt [Instagram Facebook], der kennt meinen Geburtsbericht bereits aus der Story. Hier auf dem Blog schulde ich euch den Bericht noch.

Wir waren bei unseren Freunden #Familienclan, als es losging. Wir hatten schon einige Zeit bei ihnen gehaust, damit N eine möglichst sanfte Trennung erleben würde – Wir, mein Mann und ich, die zur Klinik losfahren würden, nicht sie, die zusätzlich abgeholt werden müsste, wenn wir weg müssen.

Und genauso war es.

Nachts gegen 3:00 Uhr wachte ich von einer Wehe auf.

Es war ein unbestimmtes Gefühl, aber ich wusste, dass es ernst wurde. Mein Blick wanderte auf den Kalender auf meinem Handy. Der 21. Wie witzig, dachte ich noch, dass mein zweites Kind am selben Kalendertag, wie die Große geboren werden würde, nur vier Monate früher im Jahr.

Ab der nächsten Wehe zeichnete ich die Länge und Abstände auf. An Schlaf war nicht mehr zu denken. Ich wehte in zehn bis fünfzehn Minuten Abständen leise bis zum morgen. Die Abstände blieben gleich, die Schmerzen nahmen fortwährend zu, aber waren noch gut auszuhalten.

Als mein Mann gegen 06:00 Uhr aufwachte (eigentlich hatte ich einen CTG Termin, für den wir früh aufstehen mussten), sagte ich ihm, dass wir weder noch zum Frauenarzt, noch wie geplant in die neue Wohnung fahren würden, denn unser Baby machte sich auf den Weg. N war schon ganz aufgeregt. Auch unsere Freunde setzten wir darüber in Kenntnis.

Wir frühstückten noch in Ruhe gemeinsam. N war darauf vorbereitet bei unseren Freunden zu bleiben. Es fühlte sich unheimlich seltsam an, zu wissen, dass sie bei unserem Wiedersehen wirklich Schwester sein würde.

Nach dem Frühstück, vormittags, fuhren wir also zur Klinik.

Nach wir vor mit Wehenabständen von zehn Minuten.

Ich wollte nicht sofort rein ins Krankenhaus. Durch die Corona Regeln durfte mein Mann nicht sofort mit, erst ab einem offiziellen GO aus dem Kreißsaal, dürfte er nachkommen. Nichts für meine Nerven. Alleine sein wollte ich nicht. Also spazierten wir erstmal um die Klinik herum. Drei Stunden. Umso weiter von der Klinik entfernt kamen die Wehen inzwischen in drei Minuten Abständen, näherten wir uns wieder der Klinik, im Gedanken, dass ich reingehe… -schwupp: meine Anspannung nahm zu und schon waren es wieder fast fünfzehn Minuten bis zur nächsten Wehe.

Was die Psyche bewirken kann.

Ich befürchtete schon, sie bliebe drin. Letztendlich überredete mich mein Mann, doch reinzugehen. Bevor das Baby im Park auf die Welt kommen würde. Mundschutz auf. Fieber messen lassen. Den Kreißsaal suchen. Drin ließ die nächste Wehe wie erwartet auf sich warten. CTG. Tastbefund. Corona Abstrich. Untersuchung. Muttermund bei gerade mal 4cm. Mein Mann durfte dazu kommen. Und die Wehen kamen auch wieder schneller.

Ich bekam nun einen Nachteil einer Krankenhausgeburt zu spüren, den ich bei der Großen kurz vor Weihnachten damals nicht erlebt hatte: Der Kreißsaal war voll! Ich bekam zwar eine Hebamme zur Seite, aber die wirbelte zwischen den Kreißsälen hin und her. Schaute immer nur für ein paar Minuten zu mir rein. Ich machte das gut genug, alleine zu bleiben. Wehte. Tigerte. Aß zwischendurch. Es gab keine Komplikationen, und so war ich die meiste Zeit mit meinem Mann alleine -Was mich persönlich gar nicht so sehr störte. Ein Unterschied zur Geburt der Großen war es aber schon. Die fehlende 1:1 Betreuung bedeutete vor allem, dass ich nicht in die Geburtswanne konnte. Keine Wassergeburt, wie die Große. Das stimmte mich nicht nur etwas traurig, es machte auch an Schmerzen richtig viel aus, so war mein Empfinden. Die Wehen taten inzwischen heftig weh.

Ich zog trotzdem ohne Schmerzmittel durch.

Entgegen der Prognose der Hebamme übrigens. Das hatte ich mir vorgenommen, ich wollte den Geburtshergang ungetrübt fühlen. Did it.

Kurz vor 16.00Uhr. Muttermund bei 8cm.

Die Fruchtblase wollte und wollte nicht platzen. Heißt es nicht, das zweite Kind kommt schneller? Ich wurde gefragt, ob die Fruchtblase aufgemacht werden soll. Ich stimmte zu, wollte, dass es vorwärts geht. (Die Fruchtblase wurde bei der Großen damals auch aufgemacht. Von alleine tat sich nichts.) Gesagt, getan. Die Hebamme ging zur Tür hinaus, wir sollten bescheid sagen, wenn ich pressen müsste. Mit der nächsten Wehe, musste ich auch schon genau das. Mein Mann hechtet filmreif der Hebamme hinterher, die sofort wieder zurück kam. Ehrlich, das hättet ihr sehen müssen.

Zehn Minuten später, kurz nach 16.00Uhr, war Babylili* schon da.

Sie wurde mir auf die Brust gelegt. Kuscheln. Durchatmen.

Uns ging es gut. So viel Zauber. So viel Liebe.

Babylili mit einer Woche

Die Nachgeburt kam problemlos. Ich hatte keine Geburtsverletzungen. Babylili konnte ich gleich zum ersten Stillen anlegen, und Wir wurden erstmal eine Weile im Kreißsaal in Ruhe gelassen. Die U1 bestand Babylili ebenfalls problemlos. 52cm, 3220g. Sauerstoffsättigung gut. Alles dran.

Ich habe ambulant entbunden.

Gegen 20:00 Uhr kam der Kinderarzt zu uns. Babylili wurde nochmal angeschaut, dann durften wir nach Hause fahren.

Die erste Nacht mit Babylili kuschelten wir zu dritt. Papa, Lili und Ich, N übernachtet bei unseren Freunden, da es bis wir Zuhause waren, bereits spät war. Im Auto wäre N eingeschlafen. Sie wäre müde gewesen, aufgeregt und das erste Aufeinandertreffen mit ihrer Schwester wohl nicht entspannt gewesen. Und auch Babylili konnte so erstmal zu Hause ankommen.

Das war das erste Mal, dass N -außer bei den Großeltern- alleine ohne uns schlief. Wir hatten das als Möglichkeit besprochen, und ich wusste, dass sie Angst hatte. Aber auch, dass unsere Freunde wie Familie für sie da waren.

Sie war so stolz auf sich. Stolze N. Stolze große Schwester.

Babylili mit zwei Monaten
Geschwister

Am nächsten Tag kamen unsere Freunde mit N gleich zu uns. Die Schwestern lernten sich kennen. Die Clangeschwister ebenfalls.

Babylili wird nie alleine sein. Babylili, du bist so willkommen. So geliebt.

Seid drei Monaten sind wir zu viert. Der Alltag hat sich eingespielt. Er ist anstrengender, aber auch voller von Liebe. N macht sich ganz wunderbar als große Schwester. Und ich gebe mein Bestes als Zweifach Mama

Ein Bisschen musste der Blog zurückstecken. Nicht nur Babylilis Geburt auch ein Umzug hat unser Leben durcheinander gewirbelt. Die Tage sind länger, lauter, noch wilder geworden. Aktuelles von uns gibt es immer bei Instagram. Hier wird es bald aber auch wieder mehr Neues geben Xx Fiona


*Bei Babylili/Lili handelt es sich, wie bei Nana/N, um einen Decknamen. Die echten Namen meiner Kinder gebe ich zu ihrem Schutz nicht öffentlich preis.

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