Unverbogen Kind Sein & Erziehung(sfrei)

Unverbogen Kind Sein

Kinder sind gut, wie sie sind. Punkt.“

Sind Kinder Tyrannen, Egoisten, leere Gefäße? Was wir brauchen, ist ein Bild vom Kind, in dem das Kind besser weg kommt.


Mein Name ist Fiona Lewald. Im Mai 2017 habe ich angefangen über unseren Familienalltag und unseren erziehungsfreien Weg zu schreiben, nachdem mir mehrfach nachgesagt wurde, dass ich unsere „spezielle“ Lebensweise verständlich, überzeugt und trotzdem undogmatisch vertreten würde. So here I am. Tellin just my two cents.

Entstanden ist UNVERBOGEN KIND SEIN.

Damals war meine Tochter Nana* anderthalb Jahre alt, wir hatten gerade entschieden, nicht (mehr) zu erziehen und allmählich festigte sich auch der Plan, dass unsere Tochter keinen Kindergarten besuchen würde. Stattdessen pachteten wir einen Kleingarten und schufen uns ein Jahr später ein kleines Bullerbü mit engen Freunden. Zugegeben, ein bisschen naiv war ich vielleicht zu Beginn mit „Anfängerbaby“ und Enthusiasmus, und glaubte allen ernstes NIEMALS schimpfen zu werden. Geschimpft habe ich inzwischen natürlich schon einige hundert Male. Geändert an meiner Einstellung zu Erziehung und dem Umgang mit Kindern hat sich nichts.

Heute habe ich zwei Kinder. Nana ist mittlerweile wackelzahnpubertierende Vorschülerin und hat 2020 eine kleine Schwester an ihre Seite bekommen. Mit Lili* sind wir (vorerst?) komplett, lernen weiterhin täglich dazu, fechten Konflikte aus, diskutieren mantraartig Diskussionen, und überlegen Lösungen für Probleme, vor denen mich vorher niemand gewarnt hat. Aus der Großstadt sind wir an den Kleinstadtrand gezogen, den Garten gibt es nicht mehr; aber unser Bullerbü mit unseren Freunden immer noch, denn wir haben uns entschieden den Weg gemeinsam zu gehen. „Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu begleiten“; wir haben zumindest schonmal unseren Familienclan.

*Namen sind geändert. Die echten Namen meiner Kinder sind Privatsache


Was ist Erziehung?

Erziehung – in der Definition, wie ich sie auf diesem Blog zugrunde lege! – meint die zielgerichtete Formung eines idR. Kindes durch eine*n Erziehende*n. Die*Der Erziehende greift zur Erfüllung des Erziehungsziels auf Erziehungsmechanismen zurück, die gekennzeichnet sind durch einen nach unten gegen das Kind gerichteten und zu diesem Zweck bewusst herbeigeführten (!) Machtmissbrauch: zB. Bestrafung, Liebesentzug, Demütigung, körperliche Gewalt, Belohnung, oder Androhung derselben. Erziehung arbeitet mit Konditionierungsmechanismen, die Verhalten positiv (Lob) oder negativ (Angst, Schmerz) verstärken und auf Gehorsam abzielen. kindliches Verhalten, das abweicht, wird nicht toleriert.

Erziehung – in der Definition, wie ich sie auf diesem Blog zugrunde lege! – ist also ein eng gefasster Begriff, der sozialisierende Einflussnahme – Vorleben – Begleiten – Orientierung geben NICHT einbezieht. WARUM? Weil Klarheit in WORTEN, Klarheit in der inneren Haltung schafft. Eine klare Definition ist hilfreich, um zu BEGREIFEN, was den Konsens eines gleichwürdigen Umgangs mit Kindern auf Augenhöhe ausmacht. Wir definieren also SEHR GENAU, was wir ablehnen – Und öffnen uns gleichzeitig für tausende ANDERE Möglichkeiten.

Aus erzieherischer Perspektive kommen Kinder nicht gut weg: Sie brauchen Formung, strenge Anleitung, eine unnachgiebige Hand. Doch:

Kinder sind gut, wie sie sind. Punkt.“

Kinder sind kompetent. IMMER sind sie die bestmögliche Version von sich selbst. Kinder handeln für sich, nicht gegen andere. Sie drücken ihre Gefühle aus. Unbeholfen. Körperlich. Laut. Manchmal leise. Doch sie tun, was sie können – Auch dann, wenn sie uns Eltern so richtig herausfordern.

Sie wachsen noch, sie probieren sich aus, wissen nicht wohn mit den Gefühlen, und erfüllen dabei NICHT IMMER unsere ERWARTUNGEN.

Kinder sind jedoch ganz klar weder unsere Feinde, die uns ärgern oder beherrschen wollen, noch unsere Projekte. Sie provozieren nicht; sie zeigen sich. Denn: Kinder verlassen sich auf ihre Eltern. Immer. Bedingungslos.

Macht es das einfach? Nein. Macht es das wichtig? Ja.

„Eltern müssen nicht fehlerfrei sein. Wir sind gut genug, wenn wir bestmöglich (!) reagieren, Konflikte reflektieren, und offene Augen und Ohren für unsere Kinder haben.“ Es geht nicht um Perfektion.

KINDER NICHT VERBIEGEN

Das Problem an Erziehung ist: Auch wenn sie GUT GEMEINT ist, ist sie gemein. Mit Erziehung FORMEN wir unsere Kinder nach unseren Werten (oder den Werten Generationen vor uns) und benutzen unsere Macht dabei destruktiv, indem wir Fehlverhalten zB. bestrafen oder ignorieren, anstatt LÖSUNGEN zu finden, die für alle Beteiligten in diesem Moment BESTMÖGLICH funktionieren – Ohne Verantwortung wegzuschieben!

Es geht nicht darum, nur noch Ja zu sagen. Es geht um Klarheit: Nein zu sagen, wenn WIR Nein FÜHLEN, und Ja zu sagen, wenn WIR Ja FÜHLEN.

Ich will mit diesem Blog Eltern sensibilisieren, in Konflikten die Bedürfnisse ihrer Kinder UND ihre eigenen wahrzunehmen, und so gewaltfreie individuelle Ansätze zu finden – statt auf das klassische Repertoire an Erziehungsmethoden zurückzugreifen. Denn das schadet mehr, als es nützt.

Zitat Unverbogen Kind Sein | Ich Erziehe Nicht

Was ist eigentlich Erziehung? HIER schreibe ich nochmals genauer darüber, auf welchen Erziehungsbegriff ich mich stütze.

Jedes Kind hat das Recht auf eine gewaltfreie Kindheit. Jedes Kind hat das Recht auf Geborgenheit. Und, dass sein*ihr Vertrauen in seine*ihre Eltern nicht missbraucht wird.

Eltern tragen die Verantwortung, nicht nur dafür, was ihre Kinder tun und lassen, sondern ganz besonders AUCH dafür, wie sie selbst mit ihren Kindern umgehen, und was sie ihnen DADURCH für ihr Leben mitgeben.

Ja: Als Eltern besitzen wir Macht – Erziehungsfrei spricht Eltern diese Macht nicht ab. Doch, wer Macht hat, muss bedacht damit umgehen.

Wir haben die Bindung zu unseren Kindern in unserer Hand.

Ich schreibe für ein Familienleben, in dem Miteinander mehr zählt als Gehorsam, und die Bedürfnisse und Integrität jedes Einzelnen wichtig sind. So helfen wir unseren Kindern heute, ihren Platz als Erwachsene kompetent zu finden, SO WIE SIE SIND – Statt sie erzieherisch zu verbiegen.


Ich lade dich ein, dich auf den Weg zu machen, uns ein Stück zu begleiten. Vielleicht kannst du etwas mitnehmen, vielleicht findest du nichts, was euch bequem ist. Familienleben ist vielfältig – falsch ist nur immer Gewalt.

Unverbogen Kind Sein steht für:

Bedürfnisorientierung

Bindungsorientierung

Selbstbestimmung

Verantwortungsvolle Begleitung

Lösungsorientierung

Selbstfürsorge

Bedingungsloses Miteinander

Der Weg ist nicht einfach. Fehler gehören dazu. Verrennen gehört dazu. Been there, done that. Aber es lohnt sich. Fürs Familienleben und für unsere Kinder. Und für die Welt.

| Fiona


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