Werbung | „Mama, meine Nase läuft!“ Die Schnupfenzeit mit Kind überstehen

Die Schnupfenzeit mit Kind überstehen | Unverbogen Kind Sein

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Gebt es zu. Ihr erwartet doch den Frühling genauso sehnsüchtig wie wir? Noch hängen wir aber mittendrin in Winterjackenblues, Schmuddelwetter und Schnupfenzeit. Wart ihr diesen Winter auch schon krank?

Wir haben es eigentlich ganz gut erwischt. N ist gar nicht allzu häufig erkältet, was auch daran liegen mag, dass sie nicht in den Kindergarten geht, und nicht jede Erkältungswelle mitnimmt. Aber egal, wie häufig: Kranksein ist nie schön und oftmals eine Herausforderung an den Alltag.

Auf meinen Kanälen wurde ich schon öfter gefragt, wie wir Kranktage rumkriegen, und welche Ratschläge ich habe für Medikamentenverweigerer.

Schnupfenzeit: Ruhe einkehren lassen, wenn das Kind kränkelt

Meistens ergibt es sich inzwischen fast von alleine, dass meine Tochter zur Ruhe kommt, wenn sie richtig krank ist. Sie wird dann kuschelbedürftiger und verbringt den Tag überwiegend auf der Couch.

Das war nicht immer so. Bevor sie drei Jahre alt wurde, merkte ich manchmal erst peinlich spät, dass sie fieberte, weil sie noch lebhaft umhersprang. Aufgehalten habe ich sie nie, solange sie keinen Anschein machte, eine Pause zu brauchen, nur etwas genauer hingeschaut. Irgendwann kam sie immer kuscheln.

Für mich galt und gilt mit krankem Kind immer: Ich behalte im Auge, wie es ihr geht, und richte mich danach ein.

Schlafen lassen, wenn das Kind schlafen will. Spielen lassen, wenn es spielen will. Essen, worauf es Bock hat, und wann es sich dazu eben gerade gut fühlt. Fürs ausreichende Trinken positioniere ich meist mehrere Becher im Raum – N ist nämlich Wenigtrinkerin. Rhythmen? Wenn wir welche hätten, würden wir sie an Kranktagen ganz sicher nicht einhalten..

Zur Ruhe kommen, ist für (kleine) Kinder allerdings gar nicht immer so einfach. Vor allem dann, wenn sie krank sind, aber (noch) nicht so richtig arg flach liegen. Festtackern geht aber auch nicht, also können wir nur begleiten und achtsam sein. – Wird es notwendig helfen ruhige Spielangebote mehr als Verbote.

Ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass es uns am besten gelingt, kindkranke Tage rumzukriegen, indem ich uns nicht durch umgehbare Konflikte stresse. Die eskalieren nämlich garantiert.

Stattdessen schaffen wir so viel Leichtigkeit wie möglich. That’s it.

Beschäftigungsideen für kranke Kinder

Wenn die Puste raus ist, dann helfen uns ruhige Spiele, die Schnupfenzeit zu überbrücken.

N spielt gerne Brettspiele, auch wenn sie gesund ist, können wir schonmal ein paar Stunden mit Brettspielen auf der Couch sitzen, das ist natürlich von Vorteil. Es gibt aber auch viele andere Beschäftigungsmöglichkeiten, wenn Husten, Schnupfen und erhöhte Temperatur den Bewegungsdrang einschränken. Ich stelle N zum Beispiel gerne ihre Kisten mit Bausteinen, Holzzug oder Spielzeugautos ins Wohnzimmer (in meine Nähe!) zum Umsetzen eines größeren Bauprojektes, oder wir kramen Bügelperlen und Malbücher raus. Ein Evergreen sind auch Stickeralben. Was immer wirkt: ZUSAMMEN SPIELEN. – Ganz ehrlich. Wenn es N mal so richtig erwischt hat, lasse ich den Haushalt eben liegen, und verbringe ihre Wachphasen lieber mit ganz bewusster gemeinsamer Zeit. So geht das Kranksein viel angenehmer rum. Und zumindest N hat generell viel weniger Unruhe, wenn jemand sich intensiv mit ihr beschäftigt.

Last but not least: Medienzeit darf natürlich auch sein. Zum kranken Kind gehören hier in der Regel auch Lieblingsserie und Tablet. Am liebsten eingekuschelt in eine Decke.


Beschäftigungsideen für kranke Kinder

  • Brettspiele
  • Stickeralben, Malbücher, Bügelperlen oder ähnliche Beschäftigungen
  • Medienzeit darf sein!
  • Spielzeugkisten in Gemeinschaftsräume holen
  • Bewusste gemeinsame Spielzeit

Regenwetter. Beim Pfützenspringen holen Kinder sich hin und wieder auch mal einen Schnupfen.
Regenwetter – Erkältungszeit. Beim Pfützenspringen holen Kinder sich hin und wieder auch mal einen Schnupfen.

Ein Löffelchen für die Mama? Was tun, wenn mein Kind keine Medikament nehmen will?

Wir greifen nicht schnell zu Medikamenten, hatten aber bisher auch noch keine richtig schlimmen Erkrankungen. Generell bin ich ein Freund vom fiebern lassen, solange es meinem Kind den Umständen entsprechend gut geht, und ich die Situation einschätzen kann. Nicht desto trotz, hatten wir schon zwei Mal den Fall, dass mir das Fieber doch zu hoch anstieg und ich es lieber etwas runtersenken wollte. Mit Zäpfchen musste ich gar nicht erst anfangen, aber auch den Fiebersaft wollte N partout nicht nehmen. Ich erinnere mich noch gut an diesen Moment, ein glühendes Bündel, das mit letzter Kraft „NEIN“ schrie.

Mich hat schon ein paar Mal die Frage erreicht, was wir denn unerzogen tun können, wenn das Kind ein Medikament auf keinen Fall nehmen will. Es einfach sein lassen, weil mein Kind ja selbstbestimmen kann, was es zu sich nimmt? Oder etwa doch zur Einnahme zwingen, weil der Zweck das Mittel heiligt?

In erster Linie geht es hier um einen Verantwortungsbereich, den ich meinem Kind nicht überlassen kann. Sie übergehen, will ich aber auch nicht in jedem Fall.

Es gilt also ganz klar, abzuwägen, um was für eine Situation es sich konkret handelt. Die Nasentropfen beim Schnupfen bringen vielleicht Erleichterung, sind aber nicht zwingend zur Genesung notwendig (und können auch durch Alternativen ersetzt werden). Das Antibiotika ist aber eventuell unbedingt notwendig. Ja, und der Fiebersaft ist in diesem Moment vielleicht doch eine Hilfe für den kranken Körper.

Wenn ich entscheide, dass ein Medikament sinnvoll ist -und davon auch selber überzeugt bin- dann strahle ich in der Regel auch eine Klarheit diesbezüglich aus, die früher oder später mein Kind erreicht. Denn ja, wir haben eine Macht, die wir manchmal gebrauchen. Und unsere Kinder wissen das. Natürlich wird unser Kind nicht froh sein, ABER, wenn wir Eltern echte Klarheit vermitteln, dann wissen Kinder um die Vergeblichkeit der Ablehnung, ohne dass ich eine Strafe androhen oder Schimpfen und Zwingen müsste. Dann können unsere Kinder darüber trauern (und begleitet werden!), dass sie in diesem Fall unsere elterliche Entscheidung nicht umkehren können. Und dann, irgendwo dazwischen, findet sich eine Lösung.

Gewaltsames Einflössen ist mMn nicht notwendig!

Was es braucht, sind Geduld, Vertrauen und Kommunikation auf Augenhöhe.

Bisher jedenfalls sind wir uns damit noch bei wirklich jeder Sache einig geworden.

Erziehungsfreiheit, und das ist ganz wichtig, befreit uns nicht von unserer Verantwortung. Das wird ja gerne an der ein oder anderen Stelle als Vorurteil dahingeworfen. Für das Wohl unseres Kindes zu sorgen, und sei es manchmal eben dadurch unserem Kind den Fiebersaft zu geben, hat immer Priorität vor ihrer Selbstbestimmung. – Die Frage ist am Ende lediglich, WIE wir diese Priorität umsetzen.

Klarheit statt Gewalt: Mit Geduld und Lösungsorientierung Medikamente verabreichen

Das Stichwort ist Lösungsorientierung. Statt mich selbst darauf festzufahren, das Medikament jetzt IRGENDWIE -und sei es mit Festhalten und Augen zu- in das Kind zu kriegen, nehme ich erstmal hin, dass das Kind gerade nicht will, und überlege: WIE machen wir uns diese Situation angenehmer?

Was haben wir also getan? Ich habe N damals erklärt, wozu der Saft gut ist. Das hat natürlich noch nicht viel geholfen. Ich habe sie außerdem entscheiden lassen, WIE sie den Fiebersaft am liebsten nehmen mag, vom Löffel, aus der Pipette oder vielleicht aus einem kleinen Glas? N entschied sich für den Löffel, mochte aber trotzdem nichts davon haben. Wir rochen daran und überlegten, wie er schmecken würde. Ihre Puppe probierte zuerst, aber N verschloss immer noch ihren Mund ganz feste. Ich setzte mich also mit N auf den Boden, den Fiebersaft in der einen Hand, den Löffel in ihrer Lieblingsfarbe in der anderen, kuschelte fiebernd mit ihr auf meinem Schoß dazwischen, und erzählte ihr immer und immer wieder, wie wichtig es mir ist, dass sie den Saft jetzt gleich nimmt. Ich redete mit ihr, fragte sie, was sie befürchtete, was wir besser machen konnten. Ganz wichtig: Ich tröstete sie, als sie nochmal aufweinte, dass sie den wirklich nicht nehmen mag, und blieb doch bei meiner Entscheidung. Letztlich wollte sie, dass der Löffel wie ein Hubschrauber in ihren Mund flog und sie danach sofort etwas trinken konnte, wenn der Fiebersaft ihr nicht schmeckte. – Wir fanden eine Lösung. Es dauerte eine Weile, aber wir fanden sie.

Bei Medikamenten, die über einen längeren Zeitraum eingenommen werden müssen, hilft es vielleicht, sich gemeinsam etwas schönes zu überlegen, was nach Ende der Einnahme, die unangenehme Situation entschädigt. – Wir mögen keine Belohnungssysteme, ABER wenn ein paar aufgeklebte Sternchen und ein Spielzeugkauf Eltern und Kind in einer konkreten Situation HILFT etwas Unangenehmes leichter hinter sich zu bringen, dann ist DAS eben in DIESER Situation für DIESE Familie eine bessere Lösung als Zwang!


7Wege Kindern Medikamente geben, die sie nicht nehmen wollen

  • Notwendigkeit der Medikamentgabe abwägen
  • Verantwortung übernehmen, Klarheit ausstrahlen
  • Erklären
  • nicht unterjubeln, sondern klar miteinander kommunizieren (Ehrlichkeit)
  • spielerische Medikamentengabe
  • Geduld
  • gemeinsame Lösungen finden, die Medikamentengabe angenehm zu machen

Was gehört in die Hausapotheke für (kleine) Kinder – Unsere Schnupfenzeit Basics

!!Wenn das Kind krank ist und wir uns als Eltern nicht in der Lage fühlen, die Krankheit und ihren Verlauf einzuschätzen, sollte der erste Weg natürlich zum Kinderarzt gehen!!

Für die üblichen Erkältungen und andere kleine Wehwehchen in der Schnupfenzeit reichen aber meistens Schlaf, Kuscheln und eventuell ein Griff in die Hausapotheke aus.

Ich möchte euch hier noch einen kleinen Einblick in unsere Hausapotheke fürs Kind geben:

  • Pflaster. Am liebsten natürlich mit Kindermotiven, die Schrammen quasi in null Komma nichts wegzaubern.Wundcreme für kleine Verletzungen. Bepanthen und Penaten haben sich für uns bewährt.
  • Kirschkernkissen für Bauchweh
  • Mini Cool Packs
  • Engelwurzbalsam zum Einreiben der Nasenflügel. Unsere Alternative zu Nasentropfen, die N verweigert.
  • Fiebersenkendes Mittel
  • Erkältungsbad. Wir benutzen ein Erkältungsbad von Pinimenthol (ab 2Jahren).
  • Perenterol Junior (Arznei-Hefe). Seit es N mit gerade einem Jahr richtig übel mit dem Noro Virus erwischt hatte, haben wir Perenterol zuhause und im Urlaub immer da.

Unsere Basics kaufen wir meistens online in der Shop-Apotheke.

Besonders mit dem Engelwurzbalsam haben wir nämlich teilweise schon die Erfahrung machen müssen, dass unsere Apotheken vor Ort dieses gar nicht vorrätig hatten.

Hausapotheke in der Schnupfenzeit. Erkältungsbad. Engelwurzbalsam. Pflaster- Kirschkernkissen.

Und wenn Mama und Papa krank sind? Kranktage als Eltern überleben

Für Eltern ist es natürlich das Schlimmste, wenn die Kinder krank sind. Auch nicht zu unterschätzen ist aber die umgekehrte Situation. Die Schnupfenzeit trifft nämlich selten nur die Kleinsten. – N fit wie ein Turnschuh, während Mama hustet, schnupft und am liebsten den Tag auf der Couch verbringen würde.

Ich muss euch das nicht erzählen. Ihr kennt das alle.

Was ich ganz wichtig finde, wenn ich selbst krank bin, ist mir Ruhezeiten zu nehmen (wenn auch der ganz entspannte Tag auf der Couch vermutlich noch für mehrere Jahre ein Träumchen bleiben wird).

Der Haushalt bleibt liegen. Der Fernseher darf auch mal ein paar Sendungen länger das Unterhaltungsprogramm übernehmen, und alles was geht, wird auf der Couch gespielt. Überhaupt ist das MEIN Krankheitstipp schlechthin: Auf der Couch oder im Bett spielen! Und: MITspielen. Meine Chancen auf etwas Ruhe sind beim gemeinsamen Stickerkleben deutlich höher, als wenn ich N auffordere, alleine zu spielen.

Inzwischen ist N allerdings alt genug, dass ich ihr aber auch mitteile, dass ich krank bin, ein bisschen mehr Ruhe brauche, und zumindest auf ein Bisschen Rücksicht hoffen kann- Wenn gar nichts geht, dann nehme ich mir eine Spielpause.

Das ist wichtig.

Auch wenn es gar nicht unbedingt einfach durchzuziehen ist, und gerade bei den ersten bewussten „Mama*Papa ist krank“ Ausfällen auch mal für Tränen sorgen kann – Bedürfnisorientierung funktioniert nicht nur in eine Richtung. Meinem Kind zu zeigen, was meine Bedürfnisse sind, und Wege zu finden diese möglichst gut zu erfüllen ist bedeutend. Also: „Rumtanzen ist nicht, aber ich bin gerne Zuschauer deiner Tanzshow!“

Nur so kann ich meinem Kind Selbstfürsorge vorleben.

Wenn möglich hole ich mir Entlastung. Vielleicht kann mein Mann etwas früher nach Hause kommen, oder Freunde mit N ein paar Stunden rüber auf den Spielplatz gehen. Xx Fiona

Was sind eure Tipps für Kranktage in der Schnupfenzeit?


*Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit der Shop-Apotheke entstanden.

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