»Man Kann NICHT Nicht Erziehen«

»Man Kann NICHT Nicht Erziehen«

Eine sehr klare Reaktion, wann immer ich von ErziehungsFREI spreche: „Man kann nicht nicht erziehen!“ Was wir tun, das sei auch eine Art von ERziehung. Aber stimmt das? OFT ist der Austausch darüber wertvoll, zeigt, wie wir Erziehung und BEziehung definieren, wo Ideen anecken, und worin wir Eltern uns im Grunde einig sind: Wir WOLLEN gut zu unseren Kindern sein und sie selbstbewusst ins Erwachsenenleben entlassen.

Unsere Entscheidung, WIE wir das tun; WIE wir also mit (unseren) Kindern umgehen, ist geprägt von UNSERER Kindheit.

Was ist das eigentlich: Erziehung?

Die einen haben Vorurteile gegen Erziehungsfreiheit, andere behaupten , dass ich sehr wohl erziehe, wie wir leben, dass sei eben DOCH Erziehung, NUR achtsam und liebevoll und mehr auf Augenhöhe«. Solche Reaktionen kommen häufig auf Beiträge, in denen ich zeige: Ein erziehungsfrei aufwachsendes Kind kann NICHT alles tun, was es will; Ich greife natürlich situationsbedingt ein, und, ja, ich zeige klar meine Grenzen.

Die Kritik kommt daher, dass viele erziehungsfrei mit dieser fixen Idee »tun lassen was man will« verknüpft haben, dass alles andere automatisch Erziehung sein muss. Was soll es auch sonst sein?

Wir haben unterschiedliche Auffassungen von dem, was Erziehung eigentlich ist. Und: Was Erziehung nicht ist.

Erziehungsfreiheit ist eine Haltung, der eine eindeutige, enge Definition von Erziehung zu Grunde liegt. Nachzulesen zB HIER und ausführlicher HIER. Kurz: Erziehung ist vermeidbare (!) gewaltvolle Formung.

Eine ausführliche Definition gibt es bei K.R.Ä.T.Z.Ä.

»Erziehung ist eine planmäßige (absichtliche) und zielgerichtete Tätigkeit zur Formung meist junger Menschen. Erziehung findet also nicht »ganz natürlich« bei jeder Kommunikation, bei jeder Beeinflussung, statt, sondern nur, wenn sich einer über den anderen erhebt und meint, ihn zu einem Ziel (hiner)ziehen zu dürfen oder zu müssen. Es gibt bei Erziehung immer ein Erziehungssubjekt und ein Erziehungsobjekt, den Ziehenden und den Gezogenen, den Erzieher und den Zögling, ein Oben und ein Unten.

Erziehung bedeutet, daß Erwachsene ihre Vorstellung darüber, wie ein Kind sein soll – wenn »nötig« auch gegen den Willen des Kindes – durchsetzen. Der Erzieher versucht zu erreichen, daß das Kind in der von ihm festgelegten Zeit zu den von ihm festgesetzten Zielen gelangt. Er stellt Ge- und Verbote auf und sorgt für deren Einhaltung, indem er nach entsprechender Androhung auch seine Machtmittel einsetzt. Das ist zweifellos eine Form von Gewalt.« (K.R.Ä.T.Z.Ä.)

Und weiter:

»Erziehung und ihr theoretischer Hintergrund »Pädagogik« sehen Kinder als Objekte, als zu formendes Menschenmaterial, an.« (K.R.Ä.T.Z.Ä.)

Diese Definition von Erziehung ist es, mit der wir hier arbeiten. Ähnliche wie die obigen Formulierungen kenne ich es aus noch aus dem Pädagogik LK, aus meinen Kursen in der Soziologie an der Universität und aus literarischen Quellen, die ich während meines Studiums zum Thema pädagogischer Kinderliteratur durchsehen musste. Erziehung ist Formung nach fremder Erwartungen. DAS ist gemeint mit ErziehungsGEWALT.

Und DAS ist die Idee, wogegen sich ein erziehungsfreies Leben richtet.

Statt erziehungsbedürftiges Objekt wird das Kind zum kompetenten Kind, das FREI Aufwachsen kann und soll, um unbeschadet aufzuwachsen.

Dass ein Kind, das keine Erziehung erfährt, NATÜRLICH an natürliche und soziale Grenzen stößt, sich Verhaltensweisen von Vorbildern aneignet und sich sozial in die Gesellschaft integriert, mit allen Freiheiten, Einschränkungen und Möglichkeiten, die JEDER Mensch hat, schließt Erziehungsfrei nie aus. Auch darüber habe ich schon oft geschrieben.

#Zitat Unverbogen Kind Sein | Ich Erziehe Nicht #erziehungsfrei

Es ist also KEINE Erziehung, wenn ich meinem Kind sage, was ich mag und was nicht und eine Lösung für Konflikte suche. Sondern Kommunikation.

Es ist keine Erziehung, wenn ich mein Kind an der roten Ampel im Lauf hochnehme, damit es nicht rüber rennt. Es ist Schutz.

Es ist keine Erziehung, wenn ich mein Kind abhalte, dem fremden Kind Sand über den Kopf zu schütten, und vorschlage in den Eimer zu werfen. Es ist Begleitung.

Es ist keine Erziehung, wenn ich Nein sage zum Blumenerde aus den Balkonkübeln schaufeln. Es ist das Kennenlernen meiner Grenzen.

Es wird Erziehung, wenn ich erwarte, dass mein Kind gehorcht, ohne auf ihre Bedürfnisse einzugehen, ohne gewaltfreie Kommunikation. Es ist Erziehung, wenn ich schimpfe, weil sie nicht gehört hat, statt die Gründe zu sehen. Es ist Erziehung, wenn ich drohe, nach Hause zu gehen, statt eine Lösung zu finden, meiner Verantwortung nachzugehen OHNE sie klein zu machen. Es ist Erziehung, wenn ich ihr Angst mache, wenn ich bestrafe.

Ich kann darauf verzichten. Ich kann also nicht erziehen.

Nämlich dann wenn ich meine Macht nicht über den Kopf meines Kind MISSbrauche und erzieherische Machtmechanismen (drohen, strafen, loben etc..) ausübe, damit sie meinem (noch so guten) Willen folgt. Sondern die Situation reflektiere, darüber spreche und Lösungen suche. ECHTE Lösungen. Lösungen, die nicht darauf ausgerichtet sind erzieherische Erwartungen zu erfüllen, sondern uns in den Konfliktsituationen zusammen bringen, die unsere Bedürfnisse sehen und verbinden.

Nicht Erziehen – Doch Erziehen. Was denn nun? Und wie wichtig ist das?

Die Reaktion: Dass es mit dieser Definition vielleicht ein bisschen mehr Sinn ergibt, was ich erzähle, aber die Grundannahme doch sehr versteift ist.

Erziehung sei ja überhaupt nicht so!

Ein beliebtes Zitat:

»Erziehung ist Beispiel und Liebe – sonst nichts.« (Friedrich Fröbel)

Wenn das so ist, dann gehe ich voll mit mit der Erziehung. Wenn wirklich jemand Erziehung so lebt, dann brauchen wir nicht diskutieren. Alles Tutti.

Der Herr Fröbel hatte ja auch wirklich gar nicht so üble Gedanken, für seine Zeit, betonte er doch zB. die Bedeutung des freien Spiels (und gründete mit diesem Anspruch dann den ersten Kindergarten.). Beispiel und Liebe brauchen wir. Und GENAU DAS, das ist doch was bei Erziehungsfreiheit bleibt: Vorleben – MITeinander Leben – in BEziehung zueinander SEIN, LIEBEN und liebevoll statt gewaltvoll Kommunizieren.

Und dann sind wir uns doch plötzlich überhaupt nicht mehr unähnlich, wir Erziehenden und nicht Erziehenden Eltern.

Wenn Erziehung DAS ist, dann erziehe ich auch -nach DIESER Definition.

Das Problem: Nur weil ein Mensch, solch ein Zitat in die Welt setzt (vielleicht selbst als Anspruch, den die Gesellschaft gar nicht erfüllt?!); ein Zitat, das sich über Jahrhunderte hält (Weil es ein IDEAL ist), ändert es nicht, was TATSÄCHLICH ist. Fröbel hat vielleicht, DAS unter Erziehung verstanden, und kluge Pädagogen hängen sich das Zitat heute besänftigend an die Bürotür, aber das verändert nicht minimal, was Erziehung in der Gesellschaft nun mal wirklich darstellt. Was da draußen passiert. Was ICH sehe und höre und lese. Was MICH erschreckt und von Erziehung abschreckt. Was mich dazu bewegt, zu sagen: ICH will nicht erziehen!

Wenn Erziehung nur Beispiel und Liebe ist, und niemals nicht etwas mit Machtprinzipien und Gewalt zu tun hätte, sag, warum wird mir dann mit Kopfschütteln begegnet, wenn ich genau das vorschlage?


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Beispiel und Liebe. Und Kommunikation. Aber: Das reicht nicht.

Warum wird mir gesagt »Sie haben ihr Kind nicht im Griff. ERziehen Sie es mal RICHTIG«, wenn ich sie in den Arm nehme, beruhige mit ihr rede, statt zu drohen? Und warum heißt es, ein mein Kind wird zum undankbaren Tyrann, weil ich sie nicht auffordere zu Danken, obwohl ich ihr es doch ganz Fröbel Like vorlebe?

Beispiel und Liebe. Kommunikation und Begleitung.

Aber: ES REICHT NICHT. Den Leuten fehlt etwas, wenn ich schreibe, wie wir es machen. Es fehlt ihnen die Erziehung.

Strafen – (unnötige!) Fremdbestimmung – Belohnungen – Schimpfen – Drohungen. Diese Dinge gehören halt auch dazu, zur richtigen Erziehung. DIESE Dinge SIND Erziehung, sage ich, und ich lasse sie weg.

Ich lasse Erziehungsmechanismen weg.

Ich erziehe nicht. Ich verzichte auf das, was ERziehung ausmacht.

Und vielleicht gehört für DICH alles das demütigende, gemeine, gewaltvolle tatsächlich auch nicht zu Erziehung dazu. Herzlichen Glückwunsch, du gehörst zu einer gefühlten Minderheit. Das ist cool. Echt! Dann sind wir uns ähnlich. Und im Grunde ist es dann auch egal, wie wir es nennen.

Nicht erziehen, und dann? Beziehung statt Erziehung

Aber was kommt eigentlich stattdessen?

Was bleibt ist vielleicht die Angst vor der Leerstelle.

Die Angst vor dem Kontrollverlust.

Da ist die Angst, dass das Kind überhaupt nicht mehr hört und du um Mitternacht noch auf dem Spielplatz stehst, denn du kannst dein Kind ja unerzogen nicht ohne Einverständnis nach Hause tragen. Oder doch?

Doch. Habe ich auch schon gemacht.

Damals, als sie müde und überdreht war, und gar nicht mehr kooperieren KONNTE. Oder als ich müde war und hunger hatte, und die ganze Situation eskaliert wäre. Damals als ich VERANTWORTUNG übernahm. Weil nicht erziehen, nicht heißt, die Verantwortung wegzuschieben, gar ans Kind.

Erziehungsfrei verlässt die absolute, gemeine(!) Machtposition, aber gibt nicht gleichsam Führung und Verantwortung ab – Einer der Punkte, die ErziehungsFREI von LaissezFaire unterscheiden. Natürlich behalte ich Macht, setze sie aber fair ein. Ich bin achtsam, nicht desinteressiert.

Ich sehe hin, lasse manchmal zu, und löse Probleme, statt wegzuschauen. Und JA, dieser Spagat macht Erziehungsfrei zur GRATWANDERUNG, die sau anstrengend sein kann und uns dazu bringt, uns selbst krass zu reflektieren. Was ist okay? Wann MUSS ich eingreifen? Was ist Erziehung?

Mein Kind ist zwei Jahre alt. Ich kann es ihr nicht zumuten, zu entscheiden, wie jemand Erwachsenes. Ich kann sie aber eben auch nicht übergehen.

Wir reden miteinander. Ich habe mein Kind schon als Baby stets vollgequatscht, wo andere mir mitteilten »aber das versteht doch ein Baby sowieso noch nicht, da musst du einfach durchgreifen« . Wir schauen auf unsere Bedürfnisse. Gleichwertig. Wir wägen ab. Wir lassen zu, wir hören zu, UND greifen ein, wenn NÖTIG – gewaltfrei, erziehungsfrei, ohne Rückgriff auf Machtmechanismen, die dem Kind KEINE CHANCE lassen.

Um beim Spielplatzbeispiel zu bleiben. Erziehung: »Wenn du jetzt nicht kommst, dann gehe ich alleine.« Was soll ein Kind tun, außer wüten und mitgehen? Erpresste Freiwilligkeit. Dahinter ein Erziehungsziel: Sei gehorsam, dann brauchst du keine Angst haben, dass ich dich verlasse.

Und Erziehungsfrei: »Ich sehe, du willst bleiben. Du hast so einen Spaß. (Pause) Ich habe den Eindruck, du bist müde, weißt du. Und ich, ich habe hunger (Pause) Komm, wir gehen jetzt. Es ist okay, dass du wütend bist.« In den Arm nehmen, gehen, trösten. Du siehst mich mein weinendes Kind wegtragen, aber ich habe es nicht erzogen.

Ehrlich sein. Keine Drohungen. Keine Ausreden.

Man Kann NICHT Nicht Erziehen! Oder Doch? #erziehungsfrei #erziehung #unerzogen #lebenmitkind #rundumskind

In Beziehung mit meiner Tochter zu sein, das bedeutet für mich, sie zu sehen und wahrzunehmen und ihr das auch mitzuteilen. Und auch: ihr zu helfen, MICH wahrzunehmen, was sie kognitiv noch gar nicht alleine kann. Empathie und Perspektivwechsel entwickeln sich (beim gesunden Kind) rund ums fünfte Lebensjahr. Mit zwei Jahren jedenfalls kann meine Tochter meine Innenwelt noch nicht sehen. Und sie kann auch nicht abschätzen, wie spät es ist, wie unschön es wird, wenn wir den Bus verpassen, wenn das Abendessen noch viel später fertig wird etc.

Also trage ich Verantwortung für mein Kind. Und für Mich.

ErziehungsFREI ist verrufen. Ist Falsch. Ist verantwortungslos. Diese Wertung macht mich traurig und wütend. Und manchmal wundert es mich einfach nur. Denn für mich heißt nicht erziehen eigentlich nur das: Miteinander authentisch leben, statt gegeneinander kämpfen.

|Fiona

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9 Comments

  1. Hallo, in vielen Punkten bin ich deiner Meinung, und wir versuchen auch, mit unseren beiden Kindern (5 und 8 Jahre alt) ähnlich umzugehen, obwohl das, gerade wenn sie älter werden, manchmal nicht so einfach ist.
    In einem Punkt bin ich allerdings anderer Meinung, nämlich in Bezug auf Kitas.
    Unsere Kinder sind bzw waren in einer tollen Kita, die viel mit Partizipation arbeitet.
    Aus meiner langjährigen Erfahrung als Grundschullehrerin kann ich nur jedem ans Herz legen, die Kinder mindestens ein bis zwei Jahre vor Schulbeginn eine Kita besuchen zu lassen.
    Die Kinder, die gar nicht in einer Kita waren, haben in der 1.Klasse oft Schwierigkeiten, sich in eine größere Gruppe einfinden zu müssen und sich gleichzeitig mit den Lernanforderungen der Schule auseinander zu setzen!
    Die wichtigen sozialen Erfahrungen, die Kinder in einer größeren Gruppe während der Kita-Zeit mit anderen Kindern machen, kannst du als Mutter selbst mit vielen Verabredungen und Spielplatzbesuchen meiner Ansicht nach nicht ersetzen.
    Herzliche Grüße,
    Tina

    • Hallo Tina. Danke für deine Rückmeldung. Ich sehe das etwas anders, kann deine Befürchtung aber nachvollziehen. Nur weißt du, Ich war selber nicht im Kindergarten, kann von keinerlei Schuleinstiegsschwierigkeiten berichten. Erfahrung geht vor Theorie. In kindergartenfreien Netzwerken ist das die häufigste Befürchtung, die von Familien mit bereits älteren ehemaligen Kigafreikindern, tatsächlich reih um aufgehoben werden kann (was Einzelfälle natürlich nicht ausschließt- Gibt es immer. Es gibt genauso Kita Kinder mit „schlechtem“ Schulstart). An dem Umgang mit dem Schulstart hängt soviel mehr als Kindergartenerfahrung. Soziale Kompetenzen entwickeln sich mitten im Leben, auch kindergartenfrei -Kindergarten ist höchstens ein Gewöhnungseffekt. Grüße, Fiona

      • Hallo, danke für die Antwort.
        Da kann ja jeder seine eigene Meinung haben.
        Meine beruht allerdings auch nicht auf Theorie, sondern ebenfalls auf Erfahrungen.
        Die oftmals wertvolle pädagogische Arbeit vieler ErzieherInnen, die es darüber hinaus zahlreichen Frauen ermöglicht, zu arbeiten, als Gewöhnungseffekt zu bezeichnen, finde ich allerdings doch nicht wirklich angemessen.
        Viele Grüße, Tina

  2. Danke für diesen inspirierenden Beitrag! Meine Maus ist zwar erst 5 Monate alt, aber ich rede auch sehr viel mit ihr (habe ihr auch deinen Beitrag gerade laut vorgelesen) und sie ist so aufgeschlossen und interessiert.

    Ich finde es manchmal einfach nur traurig zu sehen, wie sehr Eltern ihre Machtposition ausspielen und nicht auf die Bedürfnisse ihrer Kinder eingehen. Kann es auch ehrlich gesagt nicht machvollziehen, wieso man mit seinen Kindern so umgeht?! Ich hoffe, ich kann mich, sobald es bei uns soweit ist, von doofen Blicken und Sprüchen grei machen und einfach weiterhin auf meinen Bauch und mein Kind hören!

    Auf jeden Fall hat mir dein Beitrag Mut gemacht – vielen Dank dafür!

    Liebe Grüße
    Anna

  3. So weit die wunderschöne Theorie, die bei mir (dreifach Papa, einfach Opa) Bilder im Kopf erzeugt, auf denen Mütter, Väter und Grosseltern mit Gänseblümchen in den (soweit noch vorhandenen) Haaren, harfe- und panflötespielend zwischen Bambis und glücklichen Kindern auf Blumenwiesen herumhüpfen. Nette Vorstellung, aber ist das auch nur annähernd realistisch für (erwachsene/erziehende) Menschen, die dem üblichen alltags- und erwerbsstress mit Terminen und Regeln unterworfen sind? Gruss AT

    • Hallo. Ich weiß nicht genau, wo sie Panflöte und Bambis assozieren. Wir leben hier in der Großstadt, ich bin Vollteitstudentin mein Mann Vollzeitarbeitend, und ich sehe persönlich keine Schwierigkeiten darin mit anderen Menschen, auch Kleinen, im Alltag gleichwürdig und respektvoll umzugehen. Wo genau nehmen Sie denn Probleme an, die im Alltag problematisch werden können? Gerne tausche ich mich mit Ihnen näher aus. Grüße, Fiona

  4. Verständnisfrage: In deinem Artikel kommt es so rüber, als würde sich das freie Spiel und Kindergarten widersprechen? Täuscht der Eindruck oder ist das so gewollt?

    • Hallo Annika. Ja für mich persönlich widerspricht sich das tatsächlich etwas. Mir ist durchaus bewusst, dass Kindergärten auch für freie Spielzeiten da sind und sich Konzepte stark Unterscheiden können. Dennoch betrachte ich persönlich Kindergärten als mehr einschränkend, als befreiend. Wir leben überzeugt kindergartenfrei, das muss man vielleicht zu diesem Punkt wissen. Grüße, Fiona

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Fiona Lewald ist Mutter von zwei Töchtern. Auf Unverbogen Kind Sein schreibt sie seit 2017 über  die Chancen eines Bindungsorientierten Familienlebens und den Versuch, Erziehung zu überwinden.
 

„Ich schreibe für ein Familienleben, in dem Miteinander mehr zählt als Gehorsam, und die Bedürfnisse  jedes Einzelnen wichtig sind. So helfen wir unseren Kindern heute, ihren Platz als Erwachsene zu finden, SO WIE SIE SIND – Statt sie zu verbiegen.“

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